Optimistisch, trotz des Abstiegs

Der Werder-Fanclub WFC 27801 aus Dötlingen befürchtet keine eigenen Abgänge

Präsident Ingo Kläner (v.l.) mit Rita Kläner und Zweiter Vorsitzender Andreas Cording mit Ehefrau Silke lächeln in die Kamera.
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Zu viert haben sie das vorerst letzte Erstligaspiel Bremens angesehen: Präsident Ingo Kläner (v.l.) mit Rita Kläner und Zweiter Vorsitzender Andreas Cording mit Ehefrau Silke.

Der Staub des letzten Bundesligaspiels hat sich zwar gelegt, die Trauer ist aber noch bei vielen da. Der SV Werder Bremen ist Zweitligist. Ingo Kläner, Präsident des größten Werder-Fanclubs Deutschlands, dem WFC 27801, erklärt, welche Auswirkungen der Abstieg auf den Fanclub hat.

Dötlingen – „Es nützt ja nichts. Es muss weitergehen“, kommentiert Kläner den Abstieg Werder Bremens. Das 61-jährige Gründungsmitglied des WFC 27801 hat die 2:4-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach mit seiner Ehefrau Rita Kläner und dem Vizepräsidenten Andreas Cording mit dessen Ehefrau Silke Cording angeschaut. „Viele Fanclub-Mitglieder waren schon sehr geschockt vom Abstieg.“

„Normalerweise sind wir bei den Heimspielen immer live dabei“, so Kläner. Coronabedingt ginge dies nun nicht, genauso wie viele Aktionen des Vereins. So musste auch die jährlich ausgetragene Auswärtsfahrt mit 100 bis 130 Mitgliedern ausfallen. Andere Aktivitäten konnten unter Einhaltung der Corona-Regeln jedoch vonstatten gehen. Vor Weihnachten seien Adventskalender und an Ostern Ostereier an Kinder verteilt worden. Außerdem ist im Winter ein Fotowettbewerb ausgetragen worden.

Ein Bild aus einer anderen Zeit: Der WFC 27801 war 2018 zu Gast am Borussia-Park in Mönchengladbach.

Trotz des Abstiegs werde sich innerhalb des Fanclubs nicht viel ändern, meint Kläner. Die Aktivitäten neben dem Fußball sollen „selbstverständlich bestehen bleiben“. Zudem seien keine Austritte aus dem Fanclub zu befürchten. „Es gilt: Einmal Werder immer Werder, egal in welcher Liga. Im Gegenteil, ich habe bereits mehrere Anfragen nach neuen Dauerkarten bekommen.“ Das könne an den anliegenden Derbys mit anderen norddeutschen Vereinen liegen. „Auf die Spiele gegen Hamburg freuen wir uns besonders. Aber noch mehr auf die Derbys gegen St. Pauli.“ Für die kommende Saison wünscht sich der Fanclub-Präsident aber trotzdem den Wiederaufstieg. „Der direkte Aufstieg wird schon angepeilt, es wird aber sehr, sehr schwierig. Wir hoffen, dass es klappt.“

Die Frage, woran es gelegen hatte, dass Werder Bremen von den letzten zehn Pflichtspielen keines gewann, kann auch Kläner nicht genau beantworten. „Viele Faktoren spielten eine Rolle. Das nötige Geld für Neuverpflichtungen hat sicherlich gefehlt. Außerdem kam der Trainer mit dieser Situation nicht klar und ließ immer wieder seine Lieblingsspieler spielen.“ Außerdem sei die Entscheidung des Vereins, Florian Kohfeldt freizustellen und die Trainerposition mit Thomas Schaaf zu besetzen, auch erst viel zu spät gekommen, meint der 61-Jährige.

Neuer Trainer Markus Anfang passt zu Werder

„Wir hoffen, dass wir nun eine junge, hungrige Mannschaft mit erfahrenen Spielern zusammen bekommen“, so Kläner. Diese sollen auch „mal auf dem Platz den Mund aufmachen“, das habe in der vergangenen Saison gefehlt. Wichtig sei ihm zudem, dass ein erfahrener Zweitliga-Trainer dazukomme. Mit Markus Anfang, der vom Zweitligisten SV Darmstadt 98 kommt, ist dieser nun durchaus da. „Ich kann gar nicht mal genau sagen, ob das mein Wunschtrainer ist. Dazu kenne ich ihn zu wenig. Aber er wurde mit Leverkusen Deutscher U 17-Meister, scheint also mit jungen Spielern umgehen zu können. Er scheint gut zu Werder zu passen.“

Der mit 1972 Mitgliedern größte Werder-Fanclub Deutschlands ist 2001 gegründet worden. „In der Diele des Vize-Präsidenten“, erzählt Kläner. Somit besteht der Club nun seit 20 Jahren. „Wir hoffen auf eine große Jubiläumsfeier am 9. Oktober in der Scheune von Gut Altona, sollte das coronabedingt möglich sein“, hofft der 61-Jährige.

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