Kandidatin Antje Oltmanns

„Ich glaube, dass wir zueinander passen“

Antje Oltmanns möchte Bürgermeisterin in Dötlingen werden.
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Antje Oltmanns möchte Bürgermeisterin in Dötlingen werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass sie über eine Kandidatur nachdenkt – aber das erste Mal, dass sie den Schritt auch geht: Antje Oltmanns, Hauptamtsleiterin der Gemeinde Großenkneten, will Dötlingens Bürgermeisterin werden. Das habe auch mit dem „Dötlinger Weg“ zu tun, erzählt sie im Gespräch.

Neerstedt – Das Rathaus der Gemeinde Dötlingen soll es sein. Nicht das in Hatten und auch nicht das Kreishaus in Wildeshausen. Auf die Frage, ob sie nicht vielleicht eher Landrätin werden will, lacht Antje Oltmanns nur. Sie hat sich gut überlegt, wo sie kandidieren will – und zwar in der Kommune, die gerade einmal zehn Kilometer von ihrem jetzigen Wohnort in Großenkneten entfernt liegt. „Ich finde, Dötlingen ist eine schöne Gemeinde, und ich glaube, dass wir zueinander passen“, bekräftigt sie.

Unsere Zeitung hat die parteilose Kandidatin, die von der CDU unterstützt wird, zu ihrer Motivation, den für sie wichtigen Themen und ihrem Hintergrund befragt.

Motivation für die Kandidatur als Bürgermeisterin

Eine spontane Entscheidung sei die Bewerbung um das Amt als Bürgermeisterin „ganz und gar nicht“ gewesen, sagt Oltmanns. Bereits 2013, als in der Gemeinde Großenkneten die Wahl des Verwaltungschefs anstand, seien verschiedene Parteien auf sie zugekommen und hätten gefragt, ob sie nicht antreten wolle. Damals seien ihre Kinder, inzwischen 22 Jahre alt, jedoch noch zu jung gewesen.

Nun sei die Zeit genau richtig: „Ich suche nach einer Herausforderung nach über 35 Jahren.“ Sie wolle gern mehr mitbestimmen und gestalten, als es ihr als Hauptamtsleiterin möglich sei, und habe Lust auf die Verantwortung, erklärt Oltmanns.

Die Debatte um die Zukunft der Gleichstellungsarbeit in der Großenkneter Gemeindeverwaltung, die sie seit 2007 mit wenigen Wochenstunden übernommen hatte, habe keinen Einfluss auf ihre Entscheidung gehabt. „Da stand mein Entschluss schon fest“, betont die 52-Jährige. Sie sehe den Ratsbeschluss, dass aus wenigen Wochenstunden eine reguläre halbe Stelle werden soll, mit Stolz: „Ich habe ja lange darauf hingearbeitet, dass die Gleichstellungsarbeit mehr Wert bekommt.“

Oltmanns Verbindungen zu Dötlingen

Oltmanns ist in Ahlhorn aufgewachsen und lebt nun gemeinsam mit ihrem Mann in Großenkneten, nicht weit von der Gemeindegrenze zu Dötlingen. Fahrradtouren, Sport und Ausflüge haben sie immer wieder in die Nachbarkommune gebracht. Einen Umzug plane sie im Fall ihrer Wahl erst einmal nicht, sagt die 52-Jährige.

„Aber ich werde mich natürlich dorthin verlagern und gucken, dass ich mich viel in der Gemeinde aufhalte und die Menschen kennenlerne.“ Das sei auch ihr Plan für den Wahlkampf. Soweit möglich, hoffe sie außerdem darauf, zu Veranstaltungen einladen zu können.

Auch politisch findet Oltmanns Positives: Der „Dötlinger Weg“, dass die Ratsfraktionen gemeinsam Interessierte zur Kandidatur auffordern, sei ihr sehr attraktiv erschienen, sagt die 52-Jährige. „Ich fand es ganz gut, erst einmal neutral reinzugehen.“ Sie freue sich nun über die Unterstützung der CDU.

Themen, die der Kandidatin wichtig sind

„Mit dem Amt verbinde ich in erster Linie, eine gute Verwaltungschefin zu werden und die Gemeinde nach außen zu repräsentieren“, erläutert Oltmanns. Sie wisse auch, dass die Aufstellung eines Gemeindeentwicklungsplans anstehe – eine „spannende Aufgabe“, findet die Großenkneterin.

Dötlingen sei als Wohn- sowie als Wirtschaftsstandort wichtig, zentral sei zudem die heimische Landwirtschaft. „Familien und Kinder liegen mir sowieso am Herzen, da hängt auch das Thema Lebensqualität dran“, zählt die 52-Jährige weiter auf. „Den Tourismus darf man auch nicht vergessen.“ Und nicht zuletzt sei natürlich die Digitalisierung ein wichtiger Punkt.

Beruflicher Weg

Antje Oltmanns arbeitet seit 1985 für die Gemeinde Großenkneten. Damals begann sie ihre Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte und qualifizierte sich zwischen 1990 und 1993 für den gehobenen Dienst.

In den 1990er-Jahren übernahm sie die stellvertretende Amtsleitung der Kämmerei und wechselte nach einer kurzen Elternzeit ins Haupt- und Schulamt. Seit 2007 leitet sie das Hauptamt und ist zudem Gleichstellungsbeauftragte der Kommune.

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