Oldenburgisches Schlossorchester lockt mehr als 200 Besucher nach Ostrittrum

Ein reges Kommen und Gehen

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Die Bauernhausdiele war während des Septett-Konzerts bis auf den letzten Platz besetzt.

Ostrittrum - Von Sophie Filipiak. Dass Zuhörer während einem klassischen Konzerts kommen und gehen, wie es ihnen beliebt, ist eher ungewöhnlich. Aber das machte den Charme der ersten Sommerpromenade auf dem Hof Schweers in Ostrittrum aus.

Organisatorin Monika Grashorn zeigte sich gestern sehr zufrieden mit der Resonanz. Mehr als 200 Besucher waren auf den Hof gekommen, um den vier unterschiedlichen Konzertendes Oldenburgischen Schlossorchesters zu lauschen.

Einer der Höhepunkte war der Auftritt des Bläserquintetts „Windspiel“, das Stücke wie „I got Rhythm“ von Gershwin oder „The little Negro“ von Debussy zum Besten gab. Horn und Oboe setzten mit ihren tieferen Tönen Akzente, während Flöte, Klarinette und Fagott spielerisch und leicht durch das Konzert trugen. Andächtig lauschten die Zuhörer den vier Musikern, einzig der Lärm von der nahen Straße verzögerte in einigen Fällen das nächste Stück.

Und kaum war der letzte Ton gespielt sowie der Applaus abgeebbt, klemmten sich einige Besucher ihren Klappstuhl unter den Arm und marschierten einige Meter weiter in die Bauernhausdiele. Die Sitzgelegenheiten wurden auch gebraucht, denn genauso wie in der Scheune waren auch dort die Stühle schnell belegt. Oder gewitzte Besucher hatten – typisch deutsch – ihre Plätze mit Mänteln oder Regenschirmen reserviert.

In der Bauernhausdiele gab es nicht nur leckeren Kuchen und Getränke, sondern auch etwas sehr ungewöhnliches: ein Septett. „Hier sind eigentlich alle vertreten, die in einem großen Orchester den Ton angeben“, erklärte Matthias Probst vor dem Konzert. Er saß am Kontrabass und spielte zusammen mit seinen Kollegen zwei Sätze aus dem Septett in Es-Dur von Beethoven. „Eigentlich sind es mehrere Konzerte in einem, mal sehen, ob sie die verschiedenen Teile hören können“, wandte sich Probst an das Publikum. Das Finale fand dann in der Scheune mit einem Sinfonischen Konzert statt. Dort begeisterte der junge Cellist Valentino Worlitzsch sein Publikum unter anderem mit der Romanze für Klarinette und Orchester von Richard Strauss und dem Walzer „An der schönen Donau“.

Einzig das Wetter spielte nicht ganz mit. „Es ist eigentlich schon schade, man hätte so schön draußen sitzen können“, bemerkte eine Besucherin. Zum Glück war in den Räumen genügend Platz für das Publikum und dessen Regenschirme.

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