Bürgerwindpark Dötlingen eingeweiht 

Ökostrom ruht auf 1000 Säulen

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Frank Ostertag (Vorstandssprecher der Volksbank Wildeshauser Geest), Carlo Reeker (Bundesverband Windenergie), Bürgermeister Ralf Spille, Axel Schwengels (Direktor vom Genossenschaftsverband Weser-Ems), Hermann Raschen (Geschäftsführer VR Energieprojekte Dötlingen) und Ubbo de Witt (Geschäftsführer Projekt GmbH) freuten sich, dass der Windpark am Netz ist.

Haidhäuser - 12.000 Kubikmeter Beton, 20.000 Lkw-Fahrten und zwölf Kilometer Kabel waren nötig, um den Windpark Haidhäuser in Dötlingen fertigzustellen. Während eines Windparkfests konnten Besucher am Sonnabend einen genaueren Blick auf die Anlage sowie den Windpark Hengsterholz in der Gemeinde Ganderkesee werfen.

Hermann Raschen, Geschäftsführer der VR Energieprojekte Dötlingen, ließ die Entwicklung des Projekts Revue passieren. Im April 2012 begann das Kapitel Windkraft für die Volksbank Wildeshauser Geest – so war diese schon mal mit im Boot, und man brauchte nur noch einen „Steuermann“. Den hatte der Vorstand in Raschen schnell ausgemacht.

Es folgten Phasen der Planung und Umsetzung sowie der Kooperation der Volksbank mit der Raiffeisenbank Lorup und Scharrel. Im November 2015 begannen die Bauarbeiten für den Windpark Haidhäuser – acht Hektar neu überbaute Schotterflächen waren anzulegen, dazu wurden mehr als 200.000 Kubikmeter Boden bewegt. 

Die Fundamente der Windenergieanlagen wurden aus insgesamt 1 000 Rüttelstopfsäulen gegründet, weiterhin waren 12.000 Kubikmeter Beton und rund 1 100 Tonnen Baustahl für die Fundamente notwendig. Es folgte die Verlegung von weit mehr als zwölf Kilometern Kabel, und im Mai 2016 startete die Errichtung der Anlagenteile. Mehr als 20.000 LKW-Fahrten waren dabei insgesamt zu koordinieren, und das alles in einer Bauzeit von knapp neun Monaten.

Rund 150 Bürger beteiligt

Ab Januar 2017 ging es an die Einwerbung des Zeichnungskapitals. „Rund 150 Bürger haben sich letztlich an unserem Bürgerwindpark beteiligt sowie 30 Landeigentümer am Eigentümerwindpark“, erklärte Raschen. Seit August 2016 drehen sich zwölf Windenergieanlagen mit einer Nennleitung von je 3,3 Megawatt. Dadurch können über 25.000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. „Für unser Projekt können wir festhalten, dass fast die gesamte Wertschöpfung hier in Dötlingen verbleibt“, so Raschen.

Axel Schwengels vom Genossenschaftsverband Weser-Ems erklärte: „Ein weiser Mann aus Holland hat mal gesagt: Den Wind kann man nicht verbieten, aber man kann Windmühlen bauen“. Ubbo de Witt – Geschäftsführer der Projekt GmbH Hengsterholz – präsentierte Zahlen: „Wir sind in der glücklichen Lage, heute 80 Prozent erneuerbare Energien umzusetzen und dadurch einen Ansatz finden, um unsere Welt etwas zu verbessern.“ 

Weitere Grußworte von Frank Ostertag, Vorstandssprecher der Volksbank Wildeshauser Geest, Carlo Reeker vom Bundesverband Windenergie sowie von Bürgermeister Ralf Spille folgten. Für das Kinderhospiz „Löwenherz“ gab es einen Scheck. Spenden-„Schweinchen“ animierten dazu, das Hospiz zu unterstützen.

Nach dem offiziellen Teil genossen die Erwachsenen Kaffee und Kuchen, während sich der Nachwuchs in einer Hüpfburg austobte. Mutige Gäste konnten sich mit einem Großkran in die Luft begeben. Zudem wurde der untere Turmbereich der Anlage geöffnet und Mitarbeiter des Herstellers „Vestas“ erklärten, was dort geschieht. Ein Höhepunkt war die Verlosung einer Windenergieanlagen-Besichtigung.

aro

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