NLWKN fertigt Gutachten an

Funkmast: Heute neue Messung

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Der Funkmast beschäftigt schon lange die Politik und Einwohner in Neerstedt.

Neerstedt - Wie viel Strahlung geht wirklich vom Neerstedter Funkturm aus? Das ermittelte heute ein Team vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), das an unterschiedlichen Stellungen im Ort Messungen im Rahmen der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. BImSchV) vornahm. Im Auftrag der Gemeinde Dötlingen soll das NLWKN als zuständige Fachbehörde ein offizielles Gutachten erstellen.

Dies hatte der Rat in diesem Jahr beschlossen, nachdem das Thema nach einer privat in Auftrag gegebenen Messung Ende 2013 hochgekocht war und sich auch eine Bürgerinitiative gegründet hatte. Deren Mitglieder zeigen sich angesichts der möglichen Belastung durch elektromagnetische Felder in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung, zum Kindergarten und der Schule besorgt. „Die Bürger gehen mit Nachdruck anhaltend davon aus, dass der Funkturm die bestehenden Krankheitsbilder im Umfeld negativ beeinflusst oder fördert“, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

Sie arbeitet mittlerweile konstruktiv mit der Gemeindeverwaltung zusammen, die nicht nur die Messung begrüßt, sondern sich beim Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg auch für ein kleinräumiges Krebsmonitoring stark gemacht hatte. „Leider wurde es abgelehnt“, bedauert die Initiative. Wie deren Sprecher Uwe Dölemeyer auf Nachfrage erläuterte, hat das NLWKN-Team ab dem Vormittag an acht Punkten gemessen. „Sowohl wir als auch das Team haben einige Stellen vorgeschlagen, die sich teils gedeckt haben“, sagte er nach einer gemeinsamen Besprechung am Morgen. So hat das NLWKN unter anderem im Bereich der Schule die Werte ermittelt. Zudem wurde an und in Wohnhäusern, auch in Dachgeschosshöhe, wo sich Schlafzimmer befinden, gemessen. Neben Punkten im direkten Umfeld wurde auch das Rathaus als Messpunkt ausgewählt – sowohl im Innen- als auch Außenbereich.

Laut Dölemeyer wird es eine Weile dauern, bis das NLWKN die aufgezeichneten Ergebnisse ausgewertet und die entsprechenden Unterlagen der Netzbetreiber, die angefordert werden sollen, gesichtet hat. „Ein paar Wochen wird es schon dauern, bis der Gemeinde der Bericht vorliegt“, sagte er. Die ursprünglich für kommenden Dienstag geplante Sitzung des Umwelt- und Energieausschusses ist deshalb bereits abgesagt worden. Das Gremium tagt nun erst wieder Mitte November. Bis dahin sollte das Gutachten vorliegen.

Laut der Initiative ist die Anzahl der montierten Antennen auf dem Funkturm in den vergangenen Jahren deutlich erweitert worden. „Das betrifft neben Mobilfunk auch das LTE-Netz.“ Die Messung solle zeigen, ob die aktuelle Sendeleistung innerhalb der zugelassenen Werte liegt. Ziel der Initiative sei es aber nach wie vor, das der Standort des Funkmastes überdacht und über Alternativen gesprochen wird.

ts

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