Naturschutz in Ohe

Renaturierungsarbeiten am Rittrumer Mühlbach

 Ira Zylka von der Hunte-Wasseracht (v. Mitte links), Michael Feiner von der Naturschutzstiftung des Landkreises und Annika Mutke von der Naturschutzbehörde Oldenburg.
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Erklären den Anliegern die Maßnahmen: Ira Zylka von der Hunte-Wasseracht (v. Mitte links), Michael Feiner von der Naturschutzstiftung des Landkreises und Annika Mutke von der Naturschutzbehörde Oldenburg.

Die Umweltstiftung des Landkreises Oldenburg, die Hunte-Wasseracht, der Sportfischerverein Huntlosen und die Naturschutzbehörde des Landkreises haben zum Rittrumer Mühlbach in Ohe geladen. Der Grund: Anstehende Bauarbeiten zugunsten des Naturschutzes. Entwicklungsmaßnahmen sollen das Gewässer für Tiere und Pflanzen aufwerten. Die direkten Anlieger des Gewässers sollten am Mittwoch über den anstehenden Baubeginn und die Bauabläufe informieren werden.

Dötlingen/Ohe – „Im ersten Bauabschnitt werden etwa 400 Meter des Mühlbachs renaturiert“, erzählt Ira Zylka von der Hunte-Wasseracht. Die Entwicklungsmaßnahmen im Bereich des Bachlaufes sollen diverse Umstrukturierungen umfassen. Kiesbänke werden entstehen und Totholz wird in verschiedenen Varianten eingebaut. „So wird der Bach eine andere Dynamik bekommen, um Larven und Insekten einen besseren Lebensraum zu bieten.“ Am Ufersaum soll nichts geschehen, sodass die dann wild wachsenden Pflanzen das Gewässer zukünftig besser beschatten.

„Der Bach zählt zu den strukturell wertvollsten Nebengewässern der Hunte“, so Zylka weiter. Deshalb wurde der etwa neun Kilometer lange Bachlauf vom Land Niedersachsen als Schwerpunktgewässer ausgewählt, das besonders gefördert wird. Die Arbeiten werden deshalb durch das Kleinmaßnahmenprogramm des Landes mit rund 20 000 Euro gefördert. Geplant und umgesetzt werden die wasserbaulichen Maßnahmen durch die Hunte-Wasseracht.

Arbeiten dauern etwa drei Wochen

„Wir starten mit den Arbeiten in etwa zwei oder drei Wochen. Die Maßnahmen am Bach selbst nehmen dann auch noch einmal etwa drei Wochen in Anspruch“, sagt Zylka. Sieben Anlieger sind im ersten Baubereich mit in den Prozess einbezogen. „Wir haben uns die Bereiche des Bachlaufes gemeinsam angeschaut und mit den Landwirten zusammen eine neue imaginäre Grenze festgelegt. Diese wird auch mit Holzpflöcken im Boden zu sehen sein und umfasst bis zu 20 Meter Randbereich des Baches“, erzählt Michael Feiner von der Naturschutzstiftung des Landkreises. Damit werden insgesamt vier Hektar Bruchwald- und zwei Hektar Weidelandfläche, unter Schutz gestellt.

Um die Nutzung im direkten Seitenraum des Rittrumer Mühlbachs zu reduzieren und mögliche Interessenkonflikte zwischen der Nutzung und den Naturschutzaspekten zu vermeiden, wurden mit den direkten Bewohnern freiwillige Naturschutzverträge geschlossen. „Als kleine Entschädigung bekommen die Anlieger pro Hektar Weidefläche 200 Euro und pro Hektar Bruchwaldfläche 75 Euro im Jahr. Die Mittel stellt die Umweltstiftung des Landkreises Oldenburg bereit“, erzählt Feiner.

„Wir sind froh, dass alle Landwirte mitmachen“, sagt Annika Mutke von der Naturschutzbehörde des Landkreises. Die kleine Entschädigung sei dabei nur ein „Obolus“ und „kein Riesen-Anreiz“, setze aber ein gutes Zeichen für weitere Anlieger, die für kommende Arbeiten gefragt werden.

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