Neerstedter Weihnachtsmarkt stößt auf gute Resonanz/Viele Leckereien und ein Musikprogramm

Schulhof verwandelt sich in Dorftreffpunkt

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Der Nikolaus lauscht den Gedichten und Liedern der Mädchen und Jungen.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. „Streckst du mir etwa die Zunge heraus?“ Gar nicht eingeschüchtert schüttelt der kleine Junge den Kopf und grinst den Nikolaus an. Dass dabei immer noch seine Zungenspitze hervorschaut, bringt den bärtigen Mann zunächst zum Lachen. Dann besinnt er sich und fordert ein Gedicht. Während ein Kind nach dem anderen reimt und singt, drängen sich die Erwachsenen an den Glühweinbuden. Sie sind während des Neerstedter Weihnachtsmarktes am zweiten Advent der Treffpunkt. Jung und Alt tummeln sich auf dem Schulhof, der in stimmungsvolles Licht getaucht ist. Es duftet nach Lachs, Schmalzkuchen und Feuerzangenbowle.

Je dunkler es wird, desto mehr Besucher strömen auf den Markt – um Bekannte zu treffen, die eigene Adventsdekoration etwas aufzustocken oder einen Happen zu essen. Besonders im kulinarischen Bereich wird einiges geboten. Das Spektrum reicht von Pommes und Bratwurst über Hackgrütze bis hin zum panierten Schafskäse. An den Ständen auf dem Hof und in der Schule finden die Besucher auch Vogelhäuser, Schmuck, Marmeladen, Liköre, Weihnachtskarten und Bastelarbeiten. „Wir haben in diesem Jahr mehr Aussteller als sonst. Fast alle kommen aus der Gemeinde“, berichtet Mitorganisator Rico Scholz. Mit der Resonanz ist er schon am Nachmittag zufrieden. „Und nach dem Werderspiel wird noch einmal ein ganzer Schwung kommen“, ist er sich sicher.

Wer bereits da ist, nutzt die Gelegenheit, um am Stand des Rotary-Clubs Wildeshausen ein Los zu erwerben und auszufüllen. Denn der Club ist in diesem Jahr mit seiner Weihnachts-Tombola auf Tour. Hauptpreis ist ein Auto, das die Besucher vor Ort auch unter die Lupe nehmen dürfen. „Ich bin nicht abgeneigt“, meint ein Neerstedter und zückt das Portemonnaie. Zwei Euro kostet das Los, davon kommt ein Euro der Jugendfeuerwehr der Gemeinde zugute. Die ist beim Weihnachtsmarkt natürlich auch vertreten. Neben Infos zur Rauchmelderpflicht hat sie ihre Rollbahn dabei, auf der die Kinder mit Brettern hinabsausen. Austoben kann sich der Nachwuchs auch beim Dosenwerfen sowie beim mittelalterlichen Bogenschießen. Letzteres natürlich unter Aufsicht.

In der Aula können die Kinder am Stand der Landjugend Buttons basteln, Popcorn machen und sich schminken lassen. „Ich werde ein Schmetterling“, verkündet eine Grundschülerin, die zuvor bereits mit ihren Klassenkameradinnen auf der Bühne stand und gesungen hat. Nun spielen die Treek-Sood-Musikanten. An den Tischen in der Aula sowie im benachbarten Gemeindezentrum genießt das eher ältere Publikum Torten und Kuchen, ehe es sich am Stand von „Wi helpt di“ über die Angebote für Senioren in der Gemeinde informiert.

Um Punkt 16 Uhr fällt der Altersdurchschnitt in der Aula rapide. Viele Mädchen und Jungen drängen sich um den Tannenbaum, wo gleich der Nikolaus Platz nehmen soll. So manches Kind wird schon etwas ungeduldig. Dann kommt der „Stargast“ mit seinen beiden Engeln. Vor lauter Aufregung vergessen einige plötzlich das einstudierte Gedicht. „Ich weiß keines“, gesteht ein Junge. Der Nikolaus hebt den mahnenden Zeigefinger. „Nächstes Jahr kannst du eines aufsagen. Ich merke mir dein Gesicht.“ Ein Geschenk gibt es trotzdem – natürlich für alle Kinder.

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