Verein verschiebt Vorführungen, die für Januar geplant waren / Spielzeit bis Mai

Neerstedter Bühne will im Februar starten

Bei der Probe für „Keen Appel för Eva“ im Oktober: die Darsteller Ingrid Blohm, Ingo Melle, Jürgen Ströde und Edith Bruns (von links).
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Bei der Probe für „Keen Appel för Eva“ im Oktober: die Darsteller Ingrid Blohm, Ingo Melle, Jürgen Ströde und Edith Bruns (von links).

Neerstedt – Eigentlich wollte die Speelkoppel Dötlingen ihr neues Stück „Keen Appel för Eva“ im Januar in vier Vorstellungen auf der Neerstedter Bühne präsentieren. Doch die Termine sind nun auf April verschoben worden. Die Großenkneter Theatergruppe „De Spaaßmaker“ wollte dem Publikum ihr plattdeutsches Stück „Alleen – mit Utsichten“ ebenfalls an vier Abenden und Nachmittagen im Januar darbieten – daraus wird jedoch nichts.

Auf der Internetseite des Vereins Neerstedter Bühne heißt es: „Liebes Publikum, liebe Freunde und Gäste, leider müssen wir aufgrund der aktuellen Verordnungen den Spielplan für den Monat Januar verschieben.“ Die einzelnen Vorstellungen erhalten einen Ersatztermin. Bereits gekaufte Karten behalten ihre Gültigkeit. Die Neerstedter Bühne freut sich, die Besucher ab Februar wieder im Theater begrüßen zu dürfen. „Wir hoffen, dass wir dann wieder einen Spielbetrieb unter 2G-Regeln ermöglichen können“, heißt es. Der Verein hält sich an die tagesaktuellen Corona-Richtlinien des Landes Niedersachsen. Bis Mai bietet die Neerstedter Bühne vier niederdeutsche Stücke sowie eine Sonderveranstaltung von Elise Plietsch an.

Februar

„Ich hoffe, dass wir am 6. Februar mit dem ersten Stück starten können“, sagt Vorsitzende Annika Stolle. Denn ab 15 Uhr heißt es „Laat de Sau rut“, wenn die Korsorsbarger Speeldeel ab 15 Uhr auf der Bühne steht. In dem Stück geht es – wie der Name womöglich schon verrät – um das Thema Fleischkonsum. „Karin Heppner (Erika Stahmer) reicht es. Die immer neuen Schreckensmeldungen zu Skandalfunden in Nahrungsmitteln lassen sie und ihre Nachbarinnen Selma (Anita Augustyniak) und Lotte (Bärbel Schlösser-Augustyniak) aktiv werden. Unter dem Motto ,Mein Kühlschrank ist kein Ponyhof‘ rufen sie mittels Flugblättern zum generellen Boykott der regionalen Wurst- und Fleischtheken auf. Um die Nachhaltigkeit ihres Protests zu verstärken, verkünden sie auch in ihren eigenen Familien, dass von nun an lediglich Vegetarisches auf den Tisch kommt“, heißt es dazu in der Beschreibung des niederdeutschen Stücks. Die Begeisterung von Karins Ehemann Norbert (Dieter Kruse) und Tochter Jule, gespielt von Katharina Höppner, hält sich da aber in Grenzen. Um des lieben Friedens Willen stimmt Karin Norberts Idee zu, im alten Stall selbst eine Sau zu halten, wovon die naive Lotte und die militante Selma natürlich nichts wissen dürfen. „Als die beiden jedoch einen Streit zwischen den Heppners belauschen, vermuten sie fälschlicherweise, die Sau Anita wäre Norberts Geliebte. Es werden Gespräche belauscht, falsche Schlüsse daraus gezogen und dann überschlagen sich die Ereignisse.“

März

Im März dürfen sich Plattdeutschliebhaber auf das Stück „Leeveslust un Waterschaden“ der Speelkoppel Hoyerswege freuen. Die Darsteller treten zweimal auf – am Freitag, 4. März, ab 20 Uhr sowie am Sonntag, 6. März, ab 15 Uhr. Die plattdeutsche Komödie in drei Akten stammt von Hans Schimmel, Bolko Bullerdiek übersetzte sie ins Plattdeutsche.

In dem Schauspiel geht es um den ewigen Junggesellen Siegfried, der nichts als Ärger hat: In der Firma wird er beruflich übergangen und gleichzeitig ordnet seine resolute Vermieterin eine Renovierung seiner penibel gepflegten Wohnung an. „Zu allem Überfluss quartiert seine Schwester Rita die etwas chaotische Katrin bei ihm ein, die sein bisher ruhiges Leben zusätzlich durcheinanderwirbelt“, heißt es. Sein treuer Freund Kalle, ebenfalls Junggeselle, ist ihm im Moment auch keine richtige Hilfe, da er versucht, sich selbst zu finden. „Alle Beteiligten mit ihren urigen Macken und übermotivierte Handwerker verwandeln Siegfrieds Leben und seine Wohnung in kurzer Zeit in einen Scherbenhaufen.“

Dette Zingler wird am Freitag, 11. März, ab 20 Uhr und am Sonntag, 13. März, ab 15 Uhr in die Rolle des Dötlinger Originals Elise Plietsch schlüpfen und mit dem Programm „Der zweite Frühling – jetzt erst Recht“ auf der Neerstedter Bühne auftreten. Der Eintritt kostet 14 Euro. Elise denkt über Jugend und Alter nach. „Was kommt nach dem Alter? Noch Älter?! Oder ist 80 das neue 60? Möchte Elise noch mal 20 sein? Findet sie in diesem Jahr den Mann für die restliche Lebenslaufzeit? Oder liegt sie als Single voll im Trend?“, heißt es dazu.

April

Die Speelkoppel Dötlingen führt im April viermal die Komödie „Keen Appel för Eva“ auf. In dem Stück dreht sich alles um das wohlhabende Ehepaar Karola und Dietmar von Wittgenstein. Sie führen eine offene Partnerschaft und gönnen sich jeweils einen Liebhaber beziehungsweise eine Liebhaberin – die natürlich jünger sind als sie selbst. Eine Bedingung haben die beiden Eheleute jedoch festgelegt: keine Treffen im gemeinsamen Haus. Doch wie das Schicksal so spielt, stranden dort am gleichen Abend Karola mit ihrem Studenten Marvin und Dietmar mit seinem Modell Janina. Was nun? Und wie wird die kiebige Haushälterin Marlies mit dieser Situation fertig?

Die fünf Darsteller sind am Freitag, 1. April, ab 20 Uhr, am Sonntag, 3. April, ab 15 Uhr, am Freitag, 8. April, ab 20 Uhr sowie am Sonntag, 10. April, ab 15 Uhr in Neerstedt zu sehen.

„De Spaaßmaker“ aus Großenkneten treten am Freitag, 22. April, ab 20 Uhr, am Sonntag, 24. April, ab 15 Uhr, sowie am Sonntag, 1. Mai, ab 15 Uhr mit dem Stück „Alleen – mit Utsichten“ auf. Inhaltlich geht es um Manuel, der sehr unter seiner Scheidung von Anita leidet, die jedoch nicht Anita selbst, sondern seine Ex-Schwiegermutter eingefädelt hat. Die ehemalige eheliche Wohnung stellt er trotzdem kurzfristig seinem verheirateten Freund Oskar zur Verfügung, der mit seiner neuesten Eroberung ein ungestörtes Plätzchen sucht. Die Männer haben nur leider vergessen, das Foto von Manuels Ex-Frau wegzuräumen. „Oskars Eroberung kommt in die Wohnung, meint, sie sei in Oskars Junggesellenwohnung, sieht das Foto von Anita und schöpft Verdacht. Hat ihr neuer Freund mehrere Eisen im Feuer? Oskar kommt in Erklärungsnöte. Doch das ist erst der Anfang mehrerer Verwicklungen, zu denen unter anderem auch Manuels Exfrau, ein Privatdetektiv und schließlich auch die ehemalige Schwiegermutter beitragen.“

Karten kaufen

Karten können über Whatsapp unter Telefon 1573/2049466, mit Nennung des Namens, Datums und der Kartenzahl sowie per E-Mail an info@neerstedter-buehne.de, an der Theaterkasse oder unter der Telefonnummer 04432/1604 (Anrufbeantworter) bestellt werden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.neerstedter-buehne.de/.

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