Ausschuss gibt 1 000 Euro für Projekt am Schlauchturm

Tierhotel startet mit wenigen „Zimmern“

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Für 1 000 Euro sollen Kästen und Kunstnester am ehemaligen Schlauchturm angebracht werden.

Neerstedt - Um das Neerstedter Rathaus könnten schon bald vermehrt verschiedene Vögel und Fledermäuse flattern. Denn der Umwelt- und Energieausschuss hat sich während seiner Sitzung am Dienstag für die Einrichtung eines Tierhotels im ehemaligen Schlauchturm der alten Feuerwehr ausgesprochen. Allerdings empfahl das Gremium einstimmig, klein anzufangen und erst einmal nur 1 000 Euro für diesen Zweck bereitzustellen. Zudem sollen die lokalen Akteure, vor allem die des Nabu, einbezogen werden.

Bauamtsleiter Uwe Kläner stellte ein Konzept vor, das das Büro „moritz-umweltplanung“ im Auftrag der Verwaltung erarbeitet hatte. Demnach könnten an unterschiedlichen Stellen des Turmes Kästen für Fledermäuse, Sperlinge und Mauersegler sowie Kunstnester für Mehlschwalben angebracht werden. Durch Spaltvergrößerungen sei die Schaffung von Zugängen für Fledermäuse möglich. 

Das Konzept berücksichtigt auch, dass sich einige Tiere aufgrund ihrer Lebensweise, zum Beispiel gegenseitige Fressfeinde, ausschließen. So könnten im nahen Umfeld von Fledermaus-Quartieren und Vogelbehausungen keine Nistmöglichkeiten für Eulen oder Turmfalken geschaffen werden. Auch ein Insektenhotel sei ausgeschlossen.

Das Tierhotel sei eine gute Möglichkeit, damit der über Jahre ungenutzte Schlauchturm wieder eine Verwendung findet, erklärte Kläner. Die regelmäßig heulende Feuerwehrsirene sei für die Tiere laut Planungsbüro kein Problem, teilte er auf Nachfrage mit. Zu klären sei noch, wer die Unterhaltung und Pflege des Tierhotels unternimmt. 

Diesbezüglich möchte die Verwaltung Gespräche mit der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen führen. Während Dietz Wiechers (CDU) den Standort als „etwas unglücklich“ empfand und nach Alternativplätzen fragte, sprachen sich Insa Huck (SPD), Wieland Garms (FDP) und Dirk Orth (Bündnis90/Die Grünen) dafür aus, am Schlauchturm zunächst nur ein paar Kästen anzubringen und zu schauen, ob sich überhaupt Tiere ansiedeln. „Zudem sollten wir das lokale Expertenwissen nutzen“, betonte Orth.

Der Ausschuss einigte sich dementsprechend darauf, zunächst nur 1 000 Euro für das Vorhaben zur Verfügung zu stellen. Das Konzept des Planungsbüros sah rund 6 000 Euro vor. Dafür hätte es unter anderem sechs Fledermauskästen, acht Sperlingskoloniehäuser und zehn Mehlschwalbenfassadennester mit Kotbrettern sowie eine fachliche Begleitung gegeben. - ts

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