Weser-Ems-Jugendlager beim MC Dötlingen / Werkeln im Vorzelt

Nachwuchsflieger nutzen jede Regenpause

Die Uplenger sind in Dötlingen bereits bekannt für ihre Eigenbauten: Heiko Völkers, Patrick Beekmann, Marcus Coners und Lennart Coners (v.l.) bei den Reparaturarbeiten. - Fotos: Nosthoff

Dötlingen - Von Anja Nosthoff. „Unser Jugendlager steht in diesem Jahr ganz klar unter dem Motto ‚Regenpausen-Fliegen‘“, meinte Hajo Wahlen, Jugendwart des Modellflug-Clubs Dötlingen (MCD), am Sonnabendnachmittag angesichts der vielen Schauer.

Den Spaß am gemeinsamen Fliegen, Basteln und Tüfteln ließen sich die Jugendlichen aber durch das miserable Wetter nicht verderben. Sobald die Regenwolken eine Pause einlegten, holten sie ihre Motorflugzeuge, Segler, Hubschrauber oder Multikopter aus den trockenen Unterständen hervor.

Mit Wohnwagen und Zelten waren die Zwölf- bis 18-Jährigen mit Betreuern und einigen Eltern aus insgesamt fünf Vereinen aus der ganzen Region Weser-Ems und sogar noch etwas über die Grenzen hinaus angereist. „Wir veranstalten das Jugendcamp jetzt zum zweiten Mal hier“, berichtete Wahlen.

„Jedes Jahr ist ein anderer Verein Ausrichter.“ Die Dötlinger hatten die Infrastruktur auf ihrem Modellflugplatz Birkenbusch zu dieser Saison noch einmal verbessert: Die Vereinsmitglieder hatten einen neuen Fangzaun gebaut und die Fläche für die Wohnwagen und Zelte erweitert.

„Daher passte es ganz gut, dass das Wochenendzeltlager wieder bei uns stattfindet“, erklärte Wahlen. Von Freitag bis Sonntag tummelten sich knapp 30 Jugendliche aus Bremen, Oldenburg, Hude, Friesoythe, Rastede und Uplengen an der holländischen Grenze auf dem Dötlinger Flugplatz.

In den verregneten Stunden traf man sich im Vorzelt zum Werkeln oder um Reparaturarbeiten zu erledigen. „Einige sind sogar mit kompletten Eigenbauten hier“, informierte Wahlen. Die Uplenger beispielsweise treffen sich einmal in der Woche mit ihren Jugendlichen zum Tüfteln, Basteln und Bauen im eigenen Werkraum mit Holzfräse und Spezialstyropor-Schneider. Viel Bewunderung für die Top-Ausrüstung gab es von den Kollegen aus den anderen Vereinen.

„Das Schöne ist, dass die Jugendlichen im Camp den Modellflugsport in all seinen Facetten kennenlernen. Im gegenseitigen Austausch erfahren sie etwas über das Bauen, das Fliegen, die Aerodynamik und die Elektronik“, so Wahlen. Einige Modellflugzeuge sind mit Verbrennermotor, andere mit elektronischem Antrieb ausgestattet.

Üblich seien nach Auskunft des Jugendwartes besonders bei den Anfängern die „Almost Ready to Fly“-Modelle. Diese werden im Bausatz geliefert und sind in Holz oder besonders flexiblem Styropor erhältlich. „Anfänger starten in ihrer ersten Saison meist mit Styropor“, erklärte Wahlen. Das sei nicht nur die günstigste Variante – die Styropor-Flieger seien auch leichter zu reparieren als die Modellflieger aus Holz. „Meist braucht man nur ein bisschen Sekundenkleber, um das Flugzeug wieder startklar zu machen.“ Die Holzmodelle seien dafür später durch die höhere Stabilität schöner zu fliegen.

Eine Lieblingsdisziplin der Jugendlichen war am Wochenende – in den Regenpausen – das Abschleppen der Segelflieger mit den Motorflugzeugen. Dafür war bei den Piloten allerdings Teamfähigkeit gefragt: Abschlepper und Segler müssen synchron gesteuert werden, bis der Segler seine optimale Höhe erreicht hat und ausgeklinkt werden kann.

Auf dem Plan der Dötlinger Jugend steht als nächste Veranstaltung der Vorentscheid für die Modellflugmeisterschaft im August. „Wir werden uns jetzt abstimmen, ob wir hinfahren“, so Wahlen. Die Anfahrten sind dabei stets etwas länger. Das Finale geht beispielsweise dieses Mal in Süddeutschland über die Bühne. „In den vergangenen Jahren haben wir mit unserer Jugend an den Meisterschaften immer sehr erfolgreich teilgenommen“, berichtete er stolz.

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