Handlungsbedarf entdeckt 

Nach Absackung überprüft Verwaltung Schächte in Brettorf

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Anfang Januar war ein Schacht auf der Uhlhorner Straße in Brettorf nach einem Rohrbruch abgesackt. 

Brettorf - Wie sieht es in Dötlingens Untergrund aus? Diese Frage stellt sich nach der Absackung eines Schmutzwasserschachtes Anfang Januar auf der Uhlhorner Straße in Brettorf. In Höhe der Einmündung „Im Großen Ort“ hatte plötzlich ein Loch in der Fahrbahn geklafft. Im Zuge der Reparaturarbeiten musste die Kreisstraße in diesem Bereich gesperrt bleiben (wir berichteten). „Mittlerweile haben wir ein Stück westlicher einen weiteren Schacht entdeckt, der dringend gemacht werden muss“, berichtet Bauamtsleiter Uwe Kläner auf Nachfrage. Dort gebe es einen starken Wassereintritt. „Das Oberflächenwasser läuft in den Kanal und spült auch Sand hinein“, erläutert er.

Im Fall des abgesackten Schachtes ist die Ursache allerdings in einem gebrochenen Zulaufkanal zu finden. „Dieser verläuft etwa 1,50 Meter unter der Oberfläche und fällt dann zum Schacht ab, der in 4,50 Metern Tiefe liegt. In Höhe des Knicks war er gebrochen“, beschreibt Kläner. Die Folge seien Ausspülungen in dem Bereich und irgendwann auch unter dem Schacht gewesen, was für die Absackung gesorgt habe. Die Reparaturarbeiten waren aufwendig, weil unter anderem zunächst der Grundwasserspiegel gesenkt werden musste. Nur so war ein Vorstoß zu dem 4,50 Meter tief liegenden Schacht möglich gewesen.

Um solch mühsame und teure Arbeiten möglichst zu umgehen, lässt die Verwaltung derzeit in Brettorf alle Schächte überprüfen, die in den 1970er- und 1980er-Jahren eingebaut wurden. „Durch die jährlichen Spülungen sind wir eigentlich ganz gut auf dem Laufenden, was den Zustand unseres Kanalnetzes angeht“, meint Kläner. Denn in diesem Rahmen würde auch jeder Schacht aufgemacht und kontrolliert. Die jeweilige Firma habe den Auftrag, Auffälligkeiten wie Hindernisse oder Scherben zu melden.

Zudem gab es vor drei bis vier Jahren eine „Befilmung“. Mittels einer Kamera war das gesamte Netz erfasst worden. „Wir konnten so gut größere und kleinere Mängel entdecken“, erinnert sich Kläner. Die groben Missstände seien allesamt behoben worden. Kleine Schäden wie Haarrisse müssten hingegen noch behandelt werden. Angedacht ist das Inliner-Verfahren, bei dem kaum gebuddelt werden muss.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Druckrohrleitung nach Wildeshausen, die rund vier Jahrzehnte alt ist. „In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Platzer mit den entsprechenden Fontänen“, so der Bauamtsleiter. „Wir müssen prüfen, ob es Verschleiß ist, um entscheiden zu können, ob die Leitung das Ende ihrer Lebenszeit erreicht hat und Ersatz her muss.“ Sollte dies der Fall sein, werde es richtig teuer. Das Thema war auch während der Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses angesprochen worden. In diesem Zusammenhang kam die Frage auf, ob die Abwassergebühren nachkalkuliert werden müssen. „Eigentlich dringend“, lautete Kläners Antwort. - ts

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