„Schwalbenfreundlichkeit“ ausgezeichnet

Nabu Dötlingen-Wildeshausen würdigt zwei Familien aus der Gemeinde Dötlingen

Ausgezeichnet: Ludwig Duncker vom Nabu Dötlingen-Wildeshausen überreicht Sabrina Grashorn-Drieling von der „Rocky Mountain Ranch“ in Dötlingen Urkunde und Plakette.
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Ausgezeichnet: Ludwig Duncker vom Nabu Dötlingen-Wildeshausen überreicht Sabrina Grashorn-Drieling von der „Rocky Mountain Ranch“ in Dötlingen Urkunde und Plakette.

Dötlingen/Busch – Sprichwörtlich gilt die Schwalbe als ein Vogel, der dem Haus Glück bringt und dessen Verfolgung oder Tötung schlimmes Unheil heraufbeschwört. Laut der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen hatten es diese Vögel in den vergangenen Jahrzehnten immer schwerer, im oder am Haus Nistplätze zu finden. Daher zeichnet der Naturschutzbund Bürger aus, die Schwalben auf ihrem Grundstück ein Zuhause bieten. Seit einigen Jahren bereits würdigt der Nabu Dötlingen-Wildeshausen Personen, Familien oder Unternehmen im Rahmen des Projekts „Schwalben willkommen“, das von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziell gefördert wird.

In diesem Jahr hat der Nabu gleich zwei Familien in der Gemeinde Dötlingen für ihre „Schwalbenfreundlichkeit“ ausgezeichnet. Eine Urkunde sowie eine Plakette haben kürzlich die Betreiber der „Rocky Mountain Ranch“ in Dötlingen erhalten. Sabrina Grashorn-Drieling, die die Pferdepension zusammen mit ihrer Familie betreibt, habe sich sehr über die Anerkennung gefreut, teilt Nabu-Sprecher Wolfgang Pohl mit.

Zwei Familien in der Gemeinde Dötlingen ausgezeichnet

Umgeben von weitläufigem Weideland und diversen Pferdeställen biete die „Rocky Mountain Ranch“ den Rauchschwalben ideale Lebensbedingungen. Das alleine sei aber noch nicht entscheidend für die erfolgreiche Aufzucht der jungen Vögel. „Familie Grashorn freut sich über die flotten Flieger und unterstützt diese, indem sie zum Beispiel kleine Holzbrettchen unter der Decke anbringt“, informiert Pohl. So blieben die Tränken sowie die Stallgasse sauber und die Schwalben könnten sogar ihre Nester darauf bauen.

Dafür benötige es allerdings entsprechendes Baumaterial wie Lehm, Pfützen, Pferdehaare oder Gräser. „Das alles ist bei den Grashorns in Hülle und Fülle vorhanden, und so konnten Ludwig Duncker und Marianne Bernhard-Beeskow von der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen ganze 30 Schwalbennester zählen“, freut sich der Nabu-Sprecher und fügt hinzu: „Ein toller Erfolg, der Anerkennung verdient.“

„Schlömer Hof“ in Dötlingen-Busch ebenfalls geehrt worden

Schwalbenfreunlich: der „Schlömer Hof“ in Busch. Inhaber Klaus-Peter Just und Marianne Bernhard-Beeskow vom Nabu präsentieren Urkunde und Plakette.

Der „Schlömer Hof“ in Dötlingen-Busch durfte sich ebenfalls über eine Auszeichnung freuen. „Rosemarie und Klaus-Peter Just beherbergen auf ihrem Pferdehof inzwischen ganze 22 Rauchschwalbennester“, berichtet Pohl. Auch dort stimmten die Bedingungen für die Aufzucht der jungen Vögel. Alles, was die Tiere brauchen, sei vorhanden.

Familie Just unterstütze die „sympathischen Flieger“ sehr aktiv. So wurden diverse Nisthilfen angeboten, da es rund um den Hof an Lehm und offenen Wasserstellen fehle. Auf diese Weise sei sowohl den Schwalben als auch den Pferden geholfen, da sie durch die insektenfressenden Vögel sehr viel weniger unter Fliegen und Bremsen leiden müssen, teilt der Sprecher weiter mit. Das sei eine richtige „Win-win-Situation“ freuen sich Duncker und Bernhard-Beeskow. Sie haben Familie Just sehr gerne die Urkunde samt Plakette verliehen.

Im vergangenen Jahr gab es wegen der Corona-Pandemie übrigens keine Auszeichnungen, sagt Pohl. Spitzenreiter war das Jahr 2018: Da wurden 13 Bürger geehrt, 2019 waren es vier Familien aus Wildeshausen und Neerstedt.

Wer ebenfalls „Schwalben willkommen“ heißt und Interesse an einer Auszeichnung hat, kann sich unter den Telefonnummern 04433/9699856 (Dötlingen) sowie 04431/5882 (Wildeshausen) an die Ortsgruppe wenden. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.nabu-doewi.de.

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