Morgen zwei Gästeführungen zur sanierten Kate/Ausstellung und Filmvorführung

Müller-vom-Siel-Werke zieren nun die Wände

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Gerti Essing und Thea Freiberg (l.) hängen die Bilder für die Ausstellung auf.

Dötlingen - Unter dem Motto „umzu und mittendrin“ steht der Tag der Gästeführung im Oldenburger Land, an dem sich morgen auch das Dötlinger Gästeführer-Team beteiligt. Ihr Angebot dreht sich rund um den Maler Georg Bernhard Müller vom Siel (1865- 1939), Mitbegründer der Künstlerkolonie Dötlingen.

Zwei Führungen sind geplant. Sie starten um 14 sowie um 16 Uhr auf dem Parkplatz „Zur Loh“ in Dötlingen. Nur einige Meter weiter befindet sich die von der Dötlingen Stiftung sanierte „Müller vom Siel-Kate“, die heute offiziell eingeweiht wird. Während der beiden kostenlosen Rundgänge können Interessierte einen Blick ins Innere werfen. Die Kate soll künftig als Ausstellungs- sowie Atelierfläche dienen und kann von Künstlern vorübergehend auch als Herberge genutzt werden.

Zunächst sind dort aber Arbeiten von Müller vom Siel zu sehen, der in der Kate einst eine Malschule betrieben hat. Thea Freiberg vom Vorstand der Dötlingen Stiftung und gleichzeitig Gästeführerin hängte die Bilder gestern gemeinsam mit Gerti Essing und Gertje Kollmann an die frisch verputzten Wände. Fast alle Werke sind Leihgaben. Zehn Gemälde hat das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg zur Verfügung gestellt. Sie waren Teil der Ausstellung „Der andere Müller vom Siel“, die sich auf das Spätwerk des Künstlers konzentrierte.

Ein weiteres Ziel der Führungen ist das Schullandheim, die ehemalige Villa Meineck, die Ende des 19. Jahrhundert errichtet und von Müller vom Siel als private Malschule genutzt wurde. Vor allem Kaufmanns-Töchter genossen dort eine künstlerische Erziehung. Zudem kamen viele Künstlerfreunde wie die Dichter Georg Ruseler und Hermann Allmers, der Maler und Dichter Arthur Fitger, der Redakteur Wilhelm von Busch und viele andere. Die Villa Meineck wurde schnell zum kulturellen Anziehungs- und Mittelpunkt der Umgebung. Müller vom Siel war zudem einer von 29 Gründungsmitglieder des Verschönerungsvereines, dem Vorgänger des Bürger- und Heimatvereines Dötlingen.

Abschließend ist noch ein Abstecher zum Dötlinger Friedhof geplant, wo sich die Grabstelle von Müller vom Siel befindet. Sie wurde Anfang vergangenen Jahres neu gestaltet, unter anderem bepflanzt. Die Pflege übernimmt die Dötlingen Stiftung

Die „Müller vom Siel“-Kate ist künftig sonnabends und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. An diesem Wochenende wird an beiden Nachmittagen ein Film von Peter Kratzmann gezeigt, der den Umbau des Lehmschuppens zur „Müller vom Siel“-Kate dokumentiert. Außerhalb der Öffnungszeiten sind nach Absprache mit Thea Freiberg, Telefon 04432/547, Besichtigungen und Führungen möglich.

ts

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