„Momentan gibt es wirklich viel zu entdecken“

Fünf Privatgärtner öffnen am 24. und 25. Juni ihre Pforten

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Der Vereinvorsitzende Olaf Schachtschneider (vorne) sowie die Privatgärtner Anke Dunker-Bureck, Martina Suhrkamp, Karl-Heinz und Margrit Krüger sowie Jutta Meyer (v.l.) freuen sich auf die Dötlinger Gartenkultour am 24. und 25. Juni. 

Dötlingen - „Wer mit den Massen durch die Privatgärten gehen will, kommt am Sonntag. Wer in Ruhe schauen und das Gespräch mit den Eigentümern suchen möchte, ist schon Sonnabend da“, lautet der Tipp von Olaf Schachtschneider zum Sommertermin der Dötlinger Gartenkultour (GaKu). Am 24. und 25. Juni öffnen von 11 bis 18 Uhr nicht nur die Gartenbaubetriebe, Ateliers und Kulturhöfe ihre Pforten, sondern auch fünf Privatgärten.

„Zudem gibt es noch etwas Neues im Dötlinger Dorfgarten“, kündigt der GaKu-Vorsitzende Schachtschneider an. Dort wird – nur am Sonntag – der Arbeitskreis „Blühflächen“ der Gemeinde über seine bisherigen Aktivitäten und kommende Vorhaben informieren. In der Gruppe wirken neben Verwaltungsmitarbeitern und Ratsmitgliedern auch Landwirte, Jäger, Landschaftsgärtner und Vereinsvertreter mit. Durch das gebündelte Engagement konnten in den vergangenen Jahren stets mehrere Hektar an Blühflächen geschaffen werden. Dafür kommen unterschiedliche Saatmischungen zum Einsatz, die je nach Standort etwas fürs Auge oder Nahrung und Unterschlupf für Insekten sowie Wild bieten.

Frostschäden und verbrannte Blätter gleichzeitig

Infos und vor allem jede Menge Inspiration finden Interessierte in den Privatgärten. Im Herzen Dötlingens, Karkbäk 3, lädt die Familie Meyer in ihren Bauerngarten am See ein. Die Teichlandschaft ist natürlich der absolute Blickfang. Es lohnt sich aber auch, den Gemüsegarten mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dort wachsen Tomaten, Kohl, Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Birnen und einiges mehr. Dazwischen sorgen Fingerhut und Mohn für Farbtupfer. „Die Beeren sind leider der Kälte zum Opfer gefallen“, erzählt Jutta Meyer. Schachtschneider bestätigt, dass das Jahr aus Gärtnersicht bislang äußerst spannend war. „Denn die Pflanzen ziehen sich je nach Wetterlage leider nicht an oder aus“, erläutert der Experte. „Deshalb gibt es Frostschäden, aber gleichzeitig auch verbrannte Blätter.

Verhältnismäßig gut haben die Blumen im „Garten für alle Sinne“ von Anke Dunker-Bureck in Barel (Stedinger Weg 18) sowie im Hofgarten von Martina Suhrkamp in Sandhatten (Haferkampstraße 14) die Kapriolen überstanden. „Derzeit stehen die Rosen schon in voller Blüte, und auch die Stauden kommen“, berichtet Suhrkamp. Ähnlich sieht es bei Dunker-Bureck aus: „Es sieht momentan einfach toll aus – mit dieser Rosenpracht. Aber auch sonst gibt es viel zu entdecken“, verspricht sie.

Ab nächstem Jahr wirbelt Familie Krüger auch auf dem Nachbargrundstück

Geöffnet haben am 24. und 25. Juni zudem die Staudenoase von Christa und Werner Tönjes in Bergedorf (Zur Feldhorst 11), wo der Name Programm ist, sowie der Stein- und Wassergarten der Familie Krüger in Simmerhausen (Am Kürk 10). „Bei uns gibt es derzeit reichlich zu sehen“, so Karl-Heinz Krüger. Wer schon einmal das 8000 Quadratmeter große Grundstück mit Seen, Backhaus, Insektenhotels, Hochbeeten und Sitzgelegenheiten besucht hat, weiß, dass er nicht übertreibt. Immer wieder entsteht Neues. Nun hat die Familie auch das Nachbargrundstück erworben, auf dem sie ab 2018 wirbeln will.

Wer die Privatgärten besuchen möchte, muss für fünf Euro einen Button erwerben. Er gewährt Einlass in alle geöffneten Oasen und zählt das ganze Jahr über.

ts

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