Gedichte und Malerei im Kreishaus in Wildeshausen zu sehen

„De Moler“ mit Haiku und viel Farbe

Friedrich Lüers alias „De Moler“ mit seinem neuen Buch und einem der Bilder, die ab dem 5. September im Kreishaus in Wildeshausen zu betrachten sind. - Foto: Petzold

Geveshausen - Großformatige Naturmotive, gemalt in kräftigen Farben und ergänzt um grafische Elemente – so präsentieren sich die Werke des Geveshauser Künstlers Friedrich Lüers, auch bekannt als „De Moler“. Seine aktuellen Bilder stellt er ab Montag, 5. September, im Kreishaus in Wildeshausen aus. Die Eröffnung ist um 18 Uhr.

Neben den Ergebnissen seiner Malerei wird er auch sein neues Buch „De Moler Dötlingen“ präsentieren. Dort sind viele seiner Bilder abgedruckt, ergänzt um Haiku, traditionelle japanische Gedichte. „Auf die hat mich meine Liebste gebracht. Hat man erstmal damit angefangen, kommt man nicht mehr so schnell davon los.“ Die Gedichte sind knapp, bestehen aus nur drei Zeilen. Die von Lüers handeln immer von der Natur: „Ich möchte damit einfach schöne Momente einfangen“, berichtet der Künstler. Der gebürtige Bremer schwingt den Pinsel schon seit 50 Jahren, die meiste Zeit davon in der Gemeinde Dötlingen. „Ich war damals einer der künstlerischen Pioniere hier, lange bevor es die heutige Vielfalt gab“, erzählt er.

Seine Kunst habe sich über die Jahre verändert: „Früher malte ich vor allem kleinere Motive, die auch viel gegenständlicher waren“, berichtet er. „Aber die Entwicklung ist doch das Schönste. Alles ist im Fluss – auch in der Kunst“, so Lüers. „Im Buch sind daher auch einige unfertige Werke abgebildet.“

Farbe sei für ihn das Wichtigste, sie berühre die Seele der Menschen auf besondere Weise: „Hält man sich in einem gelb gestrichenen Raum auf, hat das ja auch Einfluss auf die Stimmung“, erläutert er. In der Kunst sei es genauso.

Aufgebaut wird die Ausstellung am Donnerstag, für etwa 30 Bilder gilt es, einen passenden Platz zu finden. „Ich werde die Werke auf Staffeleien präsentieren, aber um die Anordnung muss ich mir noch ein paar Gedanken machen. Schließlich muss ich die Ausstellung optimal an den Raum anpassen.“

Seinen Künstlernamen hat Lüers übrigens den Dötlingern zu verdanken: „Ach, hinter dem Namen steckt gar keine große Geschichte: Kamen früher Besucher nach Dötlingen und haben nach mir gefragt, wussten viele Bürger gar nichts mit dem Namen anzufangen. Erst wenn sie erzählten, dass ich male kam oft die Antwort ,Ach, de Moler. Klar, denn kenne ich‘.“

pp

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