Mit einem Sprung in die Rente

Kindergartenleiterin Gudrun Löhlein wird in den Ruhestand verabschiedet

Kindergartenleiterin Gudrun Löhlein springt von einem Trampolin.
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Eins, zwei und hopp: Kindergartenleiterin Gudrun Löhlein ist am Mittwoch von den „Filibuster“-Kindern verabschiedet worden.

„Vor 32 Jahren fing alles an“, sangen die Kinder des Brettorfer Kindergartens „Filibuster“ am Mittwoch zusammen mit ihren Eltern und Erziehern. Im Spalier standen sie da, jedes Kind eine selbst gemachte Blume in der Hand. Der Anlass: Die inoffizielle Verabschiedung der Einrichtungsleiterin Gudrun Löhlein, die nach 32-jähriger Kinderbetreuung in der Gemeinde Dötlingen in Rente geht.

Brettorf – „Ich bin ja selten auf den Mund gefallen, aber nun fehlen mir die Worte“, erzählte die 65-Jährige unter Tränen. Die Überraschung ist gelungen, denn eigentlich sollten die neuen Schulkinder mit Gesang, Wünschen für eine gute Zukunft und einem Hopps auf dem Trampolin aus dem Kindergarten entlassen werden. Dieses Mal galt das Ritual aber insbesondere der Einrichtungsleiterin. „Eine super Idee. Ich bin total überrascht.“

Aufstellen für ein letztes Gruppenbild: Auf Löhleins neuer Bank dürfen auch die „Filibuster“ Platz nehmen.

Im Kindergarten wird es nie langweilig

„Ich wollte nie ausschließlich am Schreibtisch arbeiten, auch wenn das in den vergangenen Jahren immer etwas mehr geworden ist“, so die Kindergartenleitung. Die gelernte Krankenpflegerin hat in Bremen Sozialpädagogik studiert und dort auch gearbeitet. 1989 begann Löhlein dann ihre Betreuerinnenlaufbahn als Vertretung im Dötlinger Spielkreis. Von da an hat sie die Kinderbetreuung in der Gemeinde maßgeblich mitgestaltet. „Es ist immer etwas passiert“, erzählt die 65-Jährige. „Es wurde nie langweilig, es gab immer genug Herausforderungen.“

Natürlich gab es für die scheidende Kindergartenchefin auch Geschenke: Neben vielen Basteleien auch ein selbstgemaltes Bild und eine neue Sitzbank. „An diesem Platz kann ich dann an euch alle denken, Jung und Alt“, so die Einrichtungsleiterin zu den Anwesenden. „Aber ich bin ja nicht aus der Welt. Mein letzter Tag ist ja erst der Freitag in einer Woche.“

„Danke, dass du und beim Wachsen geholfen hast“ lautete der Spruch auf dem selbst gemalten Bild der Kinder.

Und wie geht es nun weiter? „Es gibt immer was zu tun“, so Löhlein. Sie wolle sich weiterhin in der Gemeinde einbringen. „Ich wohne nun seit etwa 35 Jahren in Neerstedt, habe viel im Selbstverteidigungsbereich für Mädchen gearbeitet und dieses Programm auch Schulen angeboten.“ Das wolle sie weiterführen und weiterhin Ansprechpartnerin für die Eltern sein, die Rat suchen. „Viele haben meine Telefonnummer. Die wissen, dass sie mich anrufen können.“

Obwohl viel zu tun ist, muss sich Löhlein allerdings an die Rentenzeit gewöhnen. „32 Jahre sind eine lange Zeit“, zieht die Neerstedterin Bilanz. „Auf der einen Seite freue ich mich auf die Freizeit. Die Kinder und Eltern werden mir aber jetzt schon fehlen.“

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