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Mit 20 ist er auf den Hund gekommen

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Von: Lara Terrasi

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Lässt sich von Maja und Nanouk ziehen: Ferdinand Klein aus Ostrittrum.
Lässt sich von Maja und Nanouk ziehen: Ferdinand Klein aus Ostrittrum. © Kramer

Ostrittrum – Die Energie ist es, was er an dieser Hunderasse liebt. Und die haben sie wirklich: Stürmisch und neugierig begrüßen die süßen Vierbeiner die fremde Besucherin. Ferdinand Klein aus Ostrittrum hält vier Schlittenhunde.

Vor einem halben Jahr verschlug es den Franken in den Nordwesten zu seiner Partnerin Heidrun Borchert – mit im Gepäck hatte er den Husky Nanouk sowie die Malamutes Noah und Armani. Vor anderthalb Monaten kam dann noch Maja dazu. „Sie ist ein Huskymix. Vom Verhalten her ist wahrscheinlich Border Collie mit drin.“ Klein schätzt, dass sie zwischen zweieinhalb und drei Jahre alt ist. Genau weiß er es aber nicht, denn alle Vierbeiner stammen aus dem Tierheim oder dem Tierschutz. Auf dem Grundstück, idyllisch im Grünen gelegen, leben Klein und Borchert nun zusammen mit vier Hunden und einem Pferd. Sie vermietet ein Ferienhaus für Personen, die speziell mit Hund Urlaub machen.

Tiere sind Energiebündel

Als Kind sei er mit vielen Katzen aufgewachsen. „Dann bin ich vor die Hunde gekommen“, erzählt Klein und lacht. Mit ungefähr 20 Jahren habe er sich seinen ersten Vierbeiner angeschafft, einen Schäfermischling aus einem Tierheim, erzählt der 57-Jährige. Seitdem habe er fast ununterbrochen Hunde gehabt. Seit etwa sieben Jahren lebe er nun schon mit der Malamute-Dame Armani – oder wie er sie nennt „Herzblatt“ – zusammen. „Das ist eine verrückte Geschichte: Ich hatte zuerst Armani. Sie war ein lauffauler Couch-Potato. Und das ist absolut untypisch für diese Rasse. Das sind eigentlich richtige Energiebündel.“ Durch Zufall habe er in Bayern einen Trainer für Schlittenhunde kennengelernt. „Er hat mir den Tipp gegeben, dass es Sinn machen würde, sich einen zweiten Hund dazu zu holen.“

Der Wagen, mit dem sich Ferdinand Klein ziehen lässt.
Der Wagen, mit dem sich Ferdinand Klein ziehen lässt. © lat

Gesagt, getan: Etwa ein Jahr später kam dann Noah. „Er ist vom Tierheim Nördlingen.“ Durch ihn sei Armani agiler und fitter geworden. „Das ist eine Rasse, die nicht alleine sein will. Es sind wirklich Rudeltiere. Es empfiehlt sich immer, ein Pärchen zu nehmen.“ Klein erklärt, dass es bei dem Malamute um den Ursprungs-Schlittenhund handele. So richtig durch den Schnee mit einem Schlitten sei er mit seinen Hunden aber noch nicht gefahren. Er ist aber oft und gerne auf einem anderen Gefährt unterwegs: Einem 35 Kilogramm schweren Wagen mit vier Rädern und Bremsen, auf den er sich drauf stellen kann. Vorher hatte er einen Dogscooter mit zwei Rädern. Mit dem jetzigen Wagen funktioniere es jedoch besser. „Er ist sicherer. Er kann nicht umfallen und ich kann ihn besser lenken“, nennt Klein die Vorteile.

Wagen kann bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell werden

Vor Kurzem habe er sich von Maja, Nanouk und Noah ziehen lassen. So ganz eingespielt seien die drei aber noch nicht. „Wir müssen erst noch ein paar mal trainieren.“ Sowohl den Hunden als auch ihm mache es viel Spaß.  „Sie lieben es einfach, etwas zu ziehen, weil diese Energie ja auch raus muss.“ Die Tiere hielten ihn fit. Er fahre gerne querfeldein durch den Wald oder auf Radwegen. Wie schnell der Wagen werden kann? „Wenn Noah noch mit anzieht, dann werden es so 60 Sachen“, sagt Klein, der in Bayern als Kundendienstmonteur für Sonnenschutz gearbeitet hat, jetzt aber nicht mehr berufstätig ist.

Der Norden habe ihn schon immer gereizt, so der gelernte Bauschlosser. „Hier ist es schöner von den Strecken her – diese Weiten. Hier kann man leichter fahren“, findet er. „Es ist alles etwas flacher, das macht mehr Spaß mit der Fahrerei. Manchmal vermisse ich das Gebirge aber schon“, gibt er zu. Und sonst noch etwas? „Die fränkische Küche. Die vermisse ich schon“, sagt er und lacht.

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