Astrid Grotelüschen unternahm mit Aktiven des Zukunftswettberwerbs eine Rundtour

Ministerin im „Weißgolddorf“

Gemeinsam mit dem Vorbereitungsteam für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ und Bürgermeister Heino Pauka (Fünfter v.r.) zog die Ministerin Astrid Grotelüschen (Vierte v.r.) gestern durch das Golddorf Dötlingen.

Doetlingen - DÖTLINGEN (ts) · „Ich habe das Golddorf wegen des vielen Schnees schon in Weißgolddorf umgetauft“, flachste Astrid Grotelüschen gestern im Anschluss an ihre Rundtour durch Dötlingen. Fröhlich, offen und gelöst zeigte sich die niedersächsische Landwirtschaftsministerin während ihres Besuchs – und das wohl nicht nur, weil in Dötlingen keine Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Putenskandal oder der Ermittlung gegen Geestland auf sie einprasselten. „Dötlingen ist für mich Nachbarschaft. Es ist immer schön im Oldenburger Land unterwegs zu sein“, sagte sie.

Etwa eine Stunde lang tourte die Ministerin gemeinsam mit Bürgermeister Heino Pauka und den Aktiven aus dem Vorbereitungsteam für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ durch das prämierte Golddorf. Dabei stand eine ähnliche Route auf dem Programm wie Ende August während der Bereisung der Bundeskommission. Und obwohl der Besuch für Grotelüschen quasi ein Heimspiel war, „habe ich ein paar Ecken gesehen und Geschichten gehört, die mir vorher nicht bekannt waren“, berichtete sie bei der anschließenden Zusammenkunft im Püttenhus.

Gleich zu Beginn bei der St.-Firminus-Kirche hatte sich Grotelüschen begeistert gezeigt. „Die Geschichte, die Pastor Lübben zum Altarbild erzählt hat, war toll“, sagte sie. Selbst für einige der Dötlinger sei sie neu gewesen. Auf dem Kremser ging es zur Grundschule und dem Kindergarten, wo die Infrastruktur Thema war. Mit dem anschließend besuchten Dorfgarten entdeckte Grotelüschen eine ihr bis dato unbekannte Ecke des Ortes. „Die Pläne, hier ein Kräuterbeet in Menschenform anzulegen, finde ich spannend und eine gute Art und Weise der Wissensvermittlung“, sagte die Ministerin, die auch direkt ein Hausrezept aus Kräutern gegen Husten beisteuern konnte. Auch der Volkmannsche Lehmschuppen, den die Dötlingen Stiftung als ihr Projekt  II“ zur Malstube ausbauen möchte, das Heuerhaus und der alte Friedhof standen auf der Besichtigungsliste. Am Püttenteich wartete schließlich die Dötlinger Geschichtenerzählerin Helga Bürster auf die Gruppe. Als Püttengeist berichtete sie über alte Sagen und Bräuche, ehe es für alle im Püttenhus bei Kaffee und Gebäck zum gemütlichen Teil überging. Hier brachte es die Ministerin auf den Punkt: „Dötlingen ist immer einen Besuch wert. Auch Ortskundige können noch Neues entdecken“, sagte sie. Dennoch sei es auch eine Herausforderung, die Dinge, die den Ort prägen, sichtbar zu machen und ebenso Weichen für die Zukunft zu stellen.

Dass es trotz der positiven Bewertung der Bundesjury und der Prämierung zu einem der schönsten Dörfer Deutschlands auch Baustellen gibt, verdeutlichten gestern die Dötlinger. Sie sprachen sowohl die nicht genutzte Fläche des alten Friedhofs als auch die gewünschte Reaktivierung des Bahnhofs an. „Und wenn sonst etwas Dringendes ist, wissen wir ja, wo wir sie erreichen können“, so Eckehard Hautau, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins.

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