Diskussion über Wind und Bürgerbeteiligung am 28. Februar in Dötlingen

Minister Lies kommt zum Klimaschutzforum

Der Windpark Haidhäuser dient als Beispiel für die Bürgerbeteiligung. Archivfoto: Schneider

Dötlingen – Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) gilt als glühender Verfechter erneuerbarer Energien. Vor allem Windkraft sei notwendig, um sich tatsächlich von Atomkraftwerken trennen zu können. Da Windanlagen bei Anliegern oft für Unmut sorgen, sei es aber ebenso wichtig und erforderlich, die Bevölkerung beim Thema Energiewende mitzunehmen. Und deshalb ist der Minister am Freitag, 28. Februar, zu Gast beim Forum für Klimaschutz und Bürgerbeteiligung, zu dem die Volksbank Wildeshauser Geest alle Interessierten von 18 bis 20 Uhr in das Dötlinger Landhotel einlädt.

Nachtbefeuerung in Haidhäuser

Lies wird nicht nur zum Thema Klimaschutz und Energiewende sprechen, sondern auch über die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Als Beispiel aus der Region dient an dem Abend der Windpark Haidhäuser. Die zwölf Anlagen waren 2016 ans Netz gegangen und können laut Betreiberangaben mehr als 25 000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Sechs von ihnen entfallen auf die Flächeneigentümer, die übrigen auf die rund 150 Bürger aus der Gemeinde Dötlingen, die Anteile gezeichnet hatten. Für die Realisierung des Projektes hatte die Volksbank die Planungsgesellschaft VR Energieprojekte Dötlingen gegründet, dessen Geschäftsführer Hermann Raschen am 28. Februar ebenfalls dabei ist. Er werde auf die Bürgerbeteiligung im Windpark Haidhäuser eingehen und Informationen zum geplanten Windpark Glane geben, heißt es in der Ankündigung.

Moderiert wird das Forum von der SPD-Bundestagsabgeordneten Susanne Mittag. Neben Minister und Windanlagenbetreiber sind auch Fachleute dabei. „Denn ich rechne damit, dass seitens der Besucher mehrere Fragen, zum Beispiel zum Schall oder Atemschutz, kommen“, sagt Raschen. Und diese sollten am besten fachgerecht beantwortet werden.

Ein Thema könnte auch die Nachtbefeuerung der Anlagen sein. Seit Inbetriebnahme des Windparks ist sie dauerhaft eingeschaltet. Damit soll – wie im Vorfeld vereinbart – bald Schluss sein. Künftig sollen die Lichter nur noch aufleuchten, wenn sich Flugzeuge nähern. Die Betreibergesellschaft hat im Dezember einen entsprechenden Vertrag mit dem Unternehmen Parasol geschlossen (wir berichteten), das nicht nur den Windpark Haidhäuser mit einem Passivradar ausstatten wird. „Insgesamt sollen 52 Anlagen vom Typ Vestas und Enercon im Oldenburger Raum dunkel geschaltet werden“, teilt die Parasol-Pressestelle mit, die von einem Großprojekt spricht. Laut Raschen sind alle Windpark-Betreiber in der Gemeinde Dötlingen beteiligt.

Der Vorteil des Passivradar-Systems ist nach Unternehmensangaben, dass es keine Frequenzzuteilung benötige und keine zusätzlichen Emissionen erzeuge. Notwendig sei noch eine Erprobung vor Ort, die unter anderem Testflüge aus unterschiedlichen Richtungen beinhalte, so Raschen. Losgehen soll es, sobald klar ist, ob sich durch den aktuellen Entwurf zur Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen (AVV-Kennzeichnung) noch Änderungen ergeben. Über die Vorlage hat diesen Freitag der Bundesrat beraten. „Ich bin aber zuversichtlich, dass die Lichter noch in diesem Jahr aus sind“, sagt Raschen.  ts

Anmeldungen

Um besser für das Forum am 28. Februar planen zu können, bitten die Veranstalter um Anmeldungen unter www.vbwildeshauser-geest.de/klimaschutzforum.

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