Neue Infotafeln im Dorfgarten

Auf mehreren Hektar soll es wieder blühen

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Im Dötlinger Dorfgarten wird seit Jahren mit unterschiedlichen Saatmischungen experimentiert.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Blühende Flächen, die etwas fürs Auge, aber auch Nahrung und Lebensraum für Tiere bieten, finden sich in der Gemeinde Dötlingen schon seit Jahren. Über die Hintergründe und Ziele des Projektes sowie den 2014 gegründeten Arbeitskreis informieren nun Hinweisschilder die Einwohner und Touristen im Dötlinger Dorfgarten. „Es sind drei verschiedene Tafeln. Sie wurden vor kurzem entlang des Weges aufgestellt“, berichtet Simon Kosellek vom Bauamt der Gemeinde.

Neben grundsätzlichen Informationen gibt es Wissenswertes zu den Dötlinger Blühflächen sowie zum Arbeitskreis, dem Naturschützer, Imker, Jäger und Verwaltungsmitarbeiter ebenso angehören wie Landschaftsgärtner, Vereinsvertreter und Landwirte. Mit den Infotafeln sollen das Vorhaben und vor allem die Ziele noch stärker in die Öffentlichkeit gerückt werden. Zudem erfahren Interessierte, wie sich das Thema in der Kommune entwickelt hat.

Mittlerweile kann man von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Naturgemäß lief bei dem Projekt aber nicht immer alles rund. So waren beispielsweise die anfänglichen Blühstreifen entlang von Straßen wie dem Heideweg zwar richtige Blickfänge, für nahrungssuchende Insekten aufgrund von vorbeirauschenden Fahrzeugen allerdings keine idealen Standorte, wie damals Imker anmerkten. Im vergangenen Jahr enttäuschte hingegen das Ergebnis – auf vielen Flächen wollten die Pflanzen nicht so richtig kommen. 

Tafeln informieren nun über das Blühflächen-Projekt der Gemeinde.

Der AK „Blühflächen“, der mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises sowie der Uni Oldenburg zusammenarbeitet, ging auf Ursachenforschung. „Wir haben Bodenproben ziehen und untersuchen lassen, zum Beispiel aus dem Dorfgarten“, so Kosellek. Das Ergebnis: Einige Flächen waren sehr sauer, es fehlten Nährstoffe. In diesen Fällen wurden die Areale vor der diesjährigen Aussaat im Mai erst vorbereitet. „Manchen Flächenbesitzern haben wir beispielsweise zum Kalken geraten“, berichtet Kosellek. Der Arbeitskreis werde die Bereiche weiter beobachten. Wie in den Vorjahren ist für den Herbst eine Bereisung geplant.

Blühen sollte es nun auf gut sieben Hektar, von denen 55 810 Quadratmeter auf Privatflächen entfallen. Hinzu kommen laut Kosellek die Areale, auf denen 2016 eine mehrjährige Saatmischung ausgebracht wurde. „Einige Flächen, zum Beispiel im Gewerbegebiet Neerstedt-Süd, standen hingegen nicht mehr zur Verfügung“, sagt er.

Mitglieder des Arbeitskreises, die während des Aktionstages der Dötlinger Gartenkultour, über das Projekt informierten, schätzten, dass inzwischen auf jeden Einwohner der Gemeinde 16 Quadratmeter Blühfläche kommen. Schließlich seien auch durch den Biotopfonds der Jäger und Privatleute Areale eingesät worden.

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