Mehr als 50 Teilnehmer aus ganz Deutschland beim Wintertreffen der Gespannfahrer in Nuttel/Grünkohl, Lagerfeuer und Benzingespräche

Von beheizbaren Lenkgriffen und Hunden mit Brille im Beiwagen

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Am Lagerfeuer ließ es sich trotz kühler Temperaturen gut aushalten.

Nuttel - Die Leidenschaft fürs Motorradfahren – auch während der Wintermonate – verbindet die mehr als 50 Teilnehmer, die sich am Wochenende aus ganz Deutschland sowie den Niederlanden auf den Weg nach Nuttel gemacht hatten. Dort, auf dem Hof von Uwe Stefan, ging das 21. Nikolaustreffen der Gespannfahrer über die Bühne. Mit dabei war auch der Begründer der Veranstaltung, Karl-Heinz „Kalle“ Bielefeld, der die Organisation zwar 2007 abgegeben hat, aber nach wie vor mit seinem Honda-Gespann vorfährt, um alte Freundschaften zu pflegen.

Viele der Gleichgesinnten lernte er seinerzeit beim winterlichen Elefantentreffen in der Eifel auf dem Nürburgring kennen, wo auch die Idee für das hiesige Gespanntreffen entstand. Dort freundete sich Bielefeld zudem mit Stefan an. „Und als ich ihn fragte, ob er diese Traditionsveranstaltung weiterführen möchte, sagte er sofort zu. Seitdem fahren wir jedes Jahr nach Nuttel“, erzählte „Kalle“.

Einer der größten Motorradfans vor Ort war am Wochenende wohl Marco Brednow aus dem Westerwald, der fast jedes Treffen wahrnimmt, seiner Freundin sogar bei solch einem Event einen Heiratsantrag machte und neben zwei Gespannen unter anderem zwei Enduros besitzt. „Mein Auto habe ich hingegen verkauft“, erzählte er. In Nuttel war Brednow allerdings das erste Mal dabei. „Ich habe von dem Grünkohltreffen schon viel gehört – und dachte mir, dass ich da mal hin muss“, berichtete er. Mit beheizbaren Lenkgriffen und Windschutz ausgerüstet, trat er die Reise an. Selbst Schneeketten hatte er für den Fall der Fälle im Gepäck.

Neben dem Grünkohlessen stand der Austausch untereinander am Lagerfeuer im Mittelpunkt. Das wusste auch Andreas Güthert aus Kaiserslautern zu schätzen. Er hatte sich bereits am Freitagmorgen um 6 Uhr auf den Weg in Richtung Gemeinde Dötlingen gemacht – gemeinsam mit seiner 13 Jahre alten Hündin „Kima“. Dabei schreckten ihn weder die Kälte noch die Strecke von 530 Kilometern ab, und seine Hündin, die das Reisen im Beiwagengewohnt ist, schon gar nicht. „Es macht ihr keineswegs etwas aus. Sie hat es im Beiwagen ja sehr warm, und als Schutz bekommt sie noch eine Brille auf“, sagte Güthert, der wie andere auch sein Zelt auf dem Hof von Uwe Stefan aufgeschlagen hatte. Nicht alle Gespannfahrer blieben allerdings über Nacht. Manch einer, der in der Nähe wohnt, machte sich dann doch lieber auf den Heimweg, um im eigenen beheizten Schlafzimmer vom Motorradfahren zu träumen.

jb

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