Mehr als 40 Piloten beim 22. Seifenkistenrennen der MSG am Start

In umgedrehten Badewannen und „Totenkopf“-Mobilen ins Ziel

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Sara Henning war in einer schwarzen Kiste mit Totenkopf unterwegs.

Dötlingen - Feuerspeiende Drachen, Badewannen und Flower-Power-Mobile lieferten sich am Sonnabend auf dem Dorfring in Dötlingen ein spannendes Rennen. Zum 22. Mal hatte die Motorsportgemeinschaft (MSG) Hunte-Delme die Veranstaltung organisiert.

Auch Bobbycar-Piloten stürmten in K.O.-Wettkämpfen die Piste. Das Publikum verfolgte die Zieleinläufe an der Dorfeiche, wo wieder mit Bratwurst und Kuchen für Stärkung gesorgt war. Insgesamt nahmen rund 20 Kisten und mehr als 40 Piloten an dem Rennen teil.

Jungen und Mädchen, Frauen und Männer trieben ihre mit Schweiß und Herzblut gebauten Kisten zu Höchstleistungen an. In den Gruppen der Sechs- bis Zehn- sowie der Elf- bis 16-Jährigen waren die Rennfahrerinnen ihren männlichen Kollegen durchaus gewachsen. Die siebenjährige Dötlingerin Amy-Jo Roscher bewies, dass in ihrer Flower-Kiste trotz der harmlos wirkenden Blümchen-Dekoration jede Menge Power steckte. Von 16 Teilnehmern in ihrer Gruppe belegte sie als schnellstes Mädchen den fünften Platz.

Ganz klar um den Sieg fuhr der neunjährige Dötlinger Joris Kulbach in seiner nagelneuen Drachen-Kiste mit, die für ihr originelles Aussehen schon im Vorfeld viel Bewunderung einheimste. Da leuchteten auch die Augen des Vaters und Chef-Konstrukteurs Gregor Kulbach. Der hatte allerdings ein bescheideneres Ziel: „Mit der neuen Kiste müssen wir erst einmal die Lage abchecken.“ Dass er seinem Drachen aber zu Recht viel zugetraut hatte, bewies Joris, als er in seiner Gruppe hinter der Profi-Seifenkiste, mit der Jano und Moritz Fischer aus Liebenau gestartet waren, den dritten Platz belegte.

Ein imposanter Drache siegte auch in der Gruppe der Elf- bis 16-Jährigen. Jenna Lindemann fuhr damit vor ihrem Bruder Tom Leo auf den ersten Platz. Während der Lindemann-Drachen noch aus dem vergangenen Jahr bekannt war, ging Sara Henning mit einer Kiste in komplett neuem Outfit an den Start: Von bunt wechselte das Aussehen des Gefährts nach komplettem Umbau und Neulackierung zu schwarz mit Totenkopf.

Ein schönes Bild gab Tede Eichler aus Groß Ippener beim Zieleinlauf ab: Der Achtjährige steuerte wie sein zehnjähriger Bruder Hauke eine umgedrehte Badewanne – unter dem Motto „In meiner Badewanne bin ich der Kapitän!“. Auch eine ACDC-Kiste ging an den Start. Der junge Rennfahrer zeigte sich technisch bestens ausgerüstet und hielt die Abfahrt per Helmkamera fest. Sehr selbstbewusst erschien bei seiner Premiere auf der Piste der siebenjährige Dötlinger Falk Neteler. Vom Hinterteil seines komplett umgebauten Kettcars leuchtete allen Verfolgern der Schriftzug „Bye bye“ entgegen.

22. Dötlinger Seifenkistenrennen

Unter die erwachsenen Piloten mischte sich in diesem Jahr nur eine mutige Amazone: Ilse Flottmann aus Dötlingen machte ihrem Namen alle Ehre und fand sich mit dem vierten Platz im guten Mittelfeld wieder. Ihr Mann traute sich zwar nicht in die Kiste, erwies sich aber als sportlicher Kavalier und zog seine Frau wieder den Berg hinauf. Den Sieg bei den Erwachsenen ab 17 Jahren heimste Hans Georg Wiemken (Rastede) ein.

Zwischen den Seifenkisten-Durchgängen wurden die Bobbycar-Wettkämpfe ausgetragen. Bei den Jüngsten siegte Benedikt Fleck (Dötlingen). Bei den Jugendlichen trug Emily Alterbaum (Dötlingen) den Sieg davon. Lutz Lindemann (Dötlingen) belegte bei den Erwachsenen den ersten Platz. Den Preis für die originellste Seifenkiste gewann Fabian Rathkamp aus Hatten.

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