MTW werden teurer

Brandschutzausschuss genehmigt zusätzliche Mittel für Neerstedt und Brettorf

Das Haus der Freiwilligen Feuerwehr Brettorf.
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Am Standort der Freiwilligen Feuerwehr Brettorf wird in Zukunft der neue MTW stehen.

„Vielen Dank für die geleistete Arbeit der Feuerwehr, die gerade im vergangenen Jahr nicht selbstverständlich war“, begann Vorsitzender Thore Güldner am Dienstagabend den Brandschutzausschuss im Rathaus in Neerstedt. Neben der Pflichtenbelehrung der vier Ortsbrandmeister, und der einstimmigen Wahl von Sascha Henning (CDU) als stellvertretenden Ratsvorsitzenden haben sich die Ausschussmitglieder besonders mit Mehrkosten der neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) der Feuerwehren Neerstedt und Brettorf befasst.

Neerstedt – Die ursprünglich angesetzten 50 000 Euro für das Neerstedter MTW reichten schon in der Vergangenheit nicht aus (wir berichteten), sodass bereits Mittel aus der Ersatzbeschaffung bereitgestellt wurden. Noch in diesem Jahr soll das Fahrzeug ausgeliefert werden. „Der Wagen ist bestellt, und ich habe mit dem Autohaus gesprochen. Der Liefertermin soll der erste Weihnachtstag sein. Ich glaube aber nicht, dass er an diesem Tag ankommt“, meinte Neerstedts Ortsbrandmeister Martin Einemann. Das Geld, das die Gemeinde in der Vergangenheit dafür zur Verfügung gestellt hatte, reiche jedoch aufgrund von Preissteigerungen nur für einen Teil des Innenausbaus. Für einen Satz Sommerreifen, ein Regalsystem zum Verstauen der Einsatzmaterialien sowie die Beklebung des Wagens würden weitere 6 937 Euro anfallen, berichtete Einemann, sodass der neue MTW insgesamt rund 61 000 Euro koste.

Bürgermeisterin Antje Oltmanns belehrt Ortsbrandmeister Martin Einemann seiner Pflichten.

„Wir müssen uns da als Partei mal klar positionieren“, so Markus Knoop (CDU), der sein verhindertes Partei- und Gremiumsmitglied Dietz Wiechers vertrat. Die Arbeit der Feuerwehrleute sei ehrenamtlich, sie bekämen nur eine Aufwandsentschädigung. Das Fahrzeug werde zwar angeschafft, aber die angesprochenen Maßnahmen „sind dringend notwendig“. „Wir werden dem Antrag folgen“, erklärte der Christdemokrat.

Thore Güldner, der auch für die SPD sprach, wunderte sich grundsätzlich, wie man über solch elementare Dinge wie die Beklebung diskutieren könne. „Das sind einfach Sicherheitsaspekte. Wir wollen den Mehrbedarf mittragen.“ Dennoch solle man sich der Finanzlage der Gemeinde bewusst sein. Diese sehe nicht rosig aus, auf der anderen Seite sei aber in der Vergangenheit „schon der ein oder andere Euro sicherlich liegengelassen worden“. Einstimmig wurde die Zuwendung beschlossen.

Die Preissteigerung wird auch uns treffen. Wenn wir jetzt mehr Gelder bekommen, haben wir später nicht mehr das Problem.

 Brettorfs Ortsbrandmeister Dirk Wilkens

Ebenso wegen Preissteigerungen werde auch der neue MTW der Feuerwehr Brettorf teurer. „Wir haben uns ja darauf verständigt, dass uns ein ähnliches oder gleiches Fahrzeug wie Neerstedt zur Verfügung gestellt wird. Nicht besser und nicht schlechter“, erinnerte Brettorfs Ortsbrandmeister Dirk Wilkens. Aufgrund dessen beantrage die Feuerwehr ebenso mehr Mittel. „Die Preissteigerung wird auch uns treffen. Wenn wir jetzt mehr Gelder bekommen, haben wir später nicht mehr das Problem.“

Das sahen auch die Ausschussmitglieder so. „Wir müssen die Mittel auch für Brettorf bereitstellen“, so Sascha Henning (CDU). Aufgrund von zukünftigen Preisänderungen bewilligten die Ausschussmitglieder den Brettorfern rund 11 000 Euro für die Neuanschaffung, sodass sie den Neerstedtern in nichts nachstehen.

Standort für Sirene gefunden

Neben den Kostensteigerungen thematisierte Güldner kurz eine Investition, die mit 12 000 Euro im diesjährigen Haushalt beziffert war: die neue Sirenenanlage in Brettorf. „Der neue Standort wird sich am Bahnhof befinden“, erläuterte der Vorsitzende. Förderanträge seien bereits an das Land Niedersachsen gestellt worden. „Wir müssen nun schauen, ob die Gemeinde die kompletten Kosten trägt.“ Der Landkreis warte derzeit auf Antwort.

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