Nach witterungsbedingter Pause laufen die Arbeiten an Fahrbahn und Radweg

Die maroden Betonplatten sind schon passé

Die K 327 ist derzeit auf 3,1 Kilometern eine Sandpiste. Künftig soll der Verkehr hier über Asphalt rollen. Parallel laufen die Arbeiten am Radweg-Neubau (kleines Bild). - Fotos: Schneider

Klattenhof - Sie wirkt momentan ein wenig wie eine Geisterstraße – die K 327 zwischen Klattenhof und Immer. Seit einem guten Monat ist sie für den Verkehr gesperrt. Auch die Bauarbeiter und -fahrzeuge, die den Straßenbelag entfernt haben, sind gerade nicht unterwegs. Auf rund 3,1 Kilometern schlängelt sich die nun sandige Strecke durch das Waldgebiet Stühe. Außer Vogelgezwitscher ist nichts zu hören. Am Klattenhofer Ortsausgang in Richtung Brettorf bietet sich hingegen ein anderes Bild. Denn dort wird für den Neubau des Radweges von Brettorf nach Immer derzeit ordentlich gebuddelt.

Bereits ab November hat der Landkreis für den 5,4 Kilometer langen und zwei Meter breiten Radweg die Trasse freiräumen lassen (wir berichteten). Danach mussten die Arbeiten aufgrund der Witterung ruhen. Erst war es zu nass, dann kamen Schnee und Frost.

Im vergangenen Monat hat sich nun einiges getan – zunächst an der Fahrbahn, die im Zuge des Radwegebaus im Bereich des Waldgebietes erneuert und verbreitert wird. Die alten und maroden Betonplatten sind verschwunden. Hier soll der Verkehr künftig über eine Asphaltdecke rollen. Für diese Arbeiten waren Mitte Februar bereits eine Vollsperrung und eine weiträumige Umleitung einrichtet worden, die wohl auch noch – je nach Witterung – bis Anfang August aufrecht erhalten wird.

Zwischen Klattenhof und Brettorf fließt hingegen der Verkehr – wenn auch eingeschränkt. Auf einer Teilstrecke ist das Tempo auf 50 Stundenkilometer reduziert. Da, wo gerade am Radweg gearbeitet wird, steht eine Baustellenampel. Momentan ist dies am Ortseingang von Klattenhof der Fall. Denn dort begegnet die Trasse nun mehreren Grundstückseinfahrten.

Wann der Weg für die ersten Radler freigegeben wird, ist äußerst wetterabhängig. Die Klattenhofer werden sich gedulden können. Schließlich warten sie schon seit mehr als zehn Jahren auf den Bau des Radweges.

Die Kosten für Neubau und Fahrbahnsanierung belaufen sich auf gut 2,8 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen hat eine 60-prozentige Förderung gewährt. Die Gemeinde Dötlingen trägt 15 Prozent, der Landkreis Oldenburg den Rest. - ts

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