Manfred und Ingrid Rose begeistern mit Sketchen beim Seniorennachmittag

Humorvoller Blick auf alltägliche Konflikte

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Auch dem legendäre „Garderoben-Gespräch“ von Loriot hauchte das Ehepaar Rose in seiner Show Leben ein.

Neerstedt - Von Sophie Filipiak. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr begeisterten Manfred Rose und seine Frau Ingrid am Mittwoch wieder mit ihrer Sketchshow beim Unterhaltungsnachmittag des Arbeitskreises „Gemeinsame Sache – Senioren in Dötlingen“. Im Gemeindezentrum Neerstedt lauschten rund 80 Gäste den kurzweiligen Geschichten des Ehepaares.

„Im vergangenen Jahr hatten wir das Thema ‚Humor in der Literatur‘“, erklärte Ingrid Rose. „Und dem sind wir auch jetzt treu geblieben.“ Eine bunte Mischung lustiger Geschichten hatten sie und ihr Gatte in Partnerarbeit zusammengestellt. „Es sind aber keine flachen Witze dabei“, versicherte sie. Im Mittelpunkt standen die alltäglichen Konflikte in einer Partnerschaft – sei es beim Einkaufen oder bei Diskussionen am Abendbrottisch.

Nach einer gemütlichen Runde bei Kaffee und Kuchen ging es dann auch schon los. „Ich bin jetzt Heinrich Heine“, erklärte Manfred Rose und trug mit einem Lächeln auf den Lippen ein kurzes Gedicht des deutschen Dichters vor. Aber nicht nur Klassiker aus dem 19. Jahrhundert beispielsweise von Wilhelm Busch kamen zu Gehör, sondern auch moderne Erzählungen.

Um die jeweils passenden Requisiten hatte sich Ingrid Rose gekümmert. So trug ihr Mann passend zu einer Geschichte von Axel Hacke einen blauen Pullover, der in der Erzählung eine tragende Rolle spielte. „Ich habe ihm auch einige Regieanweisungen vorab aufgeschrieben“, verriet Ingrid Rose. Geprobt habe das eingespielte Team vor dem Auftritt aber nicht. „Wir wollen auch Platz für Improvisationen lassen.“

Da konnten aber auch schnell kleinere Patzer passieren. Als Manfred Rose gerade die Erzählung „Wo kommen die Löcher im Käse her“ von Kurt Tucholsky vortragen wollte, kam er kurz ins Stocken. Etwas fehlte, das sah man ihm an.

Ein kurzer Seitenblick zur Ehefrau, die ihn erstmal verständnislos ansah. „Ach ja“, rief sie plötzlich, sprang pflichtschuldigst auf und kramte aus ihrer Requisitenkiste ein Stück Käse hervor. Stolz präsentierte sie das Anschauungsmaterial auf dem kleinen Rednerpult.

„Aus hygienischen Gründen wollte ich das noch nicht hervorholen“, entschuldigte sie sich. Und so zeigte das Ehepaar – wenn auch etwas ungewollt –, dass auch in einer eingespielten Partnerschaft mal kleine Probleme auftauchen.

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