Würdigung für Franz Kortejohann

„Maler vom Heidland“ stellt in Müller-vom-Siel-Kate aus

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Heiner Kortejohann ist der Großneffe des Künstlers und stolz auf dessen zahlreichen Werke.

Dötlingen - Von Lea Oetjen. Mit dem Jahreswechsel kommt es auch zum Tausch der Ausstellungen in der Müller-vom-Siel-Kate in Dötlingen. Ab Sonntag, 7. Januar, würdigt die Dötlingen Stiftung posthum die Werke von Franz Kortejohann. „Es sind Malereien, die mit den qualitativ hochwertigen Werken von Georg Müller vom Siel durchaus mithalten können“, kündigt Gerti Essing von der Stiftung an.

Der Künstler wurde am 26. April 1864 als Sohn eines Landwirts in Strang (Landkreis Osnabrück) geboren. Schon als er noch zur Volkshochschule ging, nahm er sich vor, Maler zu werden. Allerdings standen diesem Plan zunächst große Schwierigkeiten im Wege. So schlug er die pädagogische Laufbahn ein. Ohne eine Präparandenanstalt zu besuchen, erhielt er die entsprechende Ausbildung durch Hauptlehrer Riemann in Dissen. Dieser erkannte Kortejohanns zeichnerische Fähigkeiten an und förderte sie entsprechend. Mit der Zeit bildete sich Kartejohann weiter und bekam den Titel „Maler vom Heidland“. 

Viele seiner Bilder widmen sich dem Osnabrücker Land, seiner Natur, Kultur und auch seinen Menschen. Rund 100 Bilder – die meisten davon in Familienbesitz – sind bislang der Öffentlichkeit bekannt. Doch die tatsächliche Zahl der Werke muss um ein Vielfaches höher liegen. Immerhin war Kortejohann ab 1920 in der Lage, seine vorige Lehrtätigkeit aufzugeben und sich ganz der Kunst zu widmen. „Wir hätten am liebsten jedes einzelne der 100 Bilder gezeigt. Allerdings ist der Platz in der Müller-vom-Siel-Kate sehr begrenzt, weshalb wir leider nur rund 15 Landschaftsmalereien ausstellen können“, erklärt Essing.

Angehörige weisen auf Werke hin

Die Stiftung wurde von einem Angehörigen auf die Werke des Malers aufmerksam gemacht. Sein Großneffe, Heiner Kortejohann, lebt in Dötlingen und engagiert sich ehrenamtlich für die Stiftung. „Er ist sehr kunstverbunden und erzählte vor einiger Zeit mehr oder weniger nebenbei, dass eines seiner Familienmitglieder große Werke hinterlassen haben soll“, beschreibt Essing. Daraufhin habe man sich die Vielzahl der Bilder persönlich angeschaut und sei sofort begeistert gewesen.

Die Ausstellungseröffnung wird am Sonntag, 7. Januar, ab 11.30 Uhr mit Sektempfang im Heuerhaus-Café gefeiert. Zu Beginn soll Heiner Kortejohann in die Malereien zum Thema „Bilder der Landschaft“ einführen und Überblick über die Biografie und das Gesamtwerk von Franz Kortejohann vermitteln. Im Anschluss an den Empfang kann die Ausstellung in der Müller-vom-Siel-Kate besucht werden. Sie ist sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass zum Sektempfang eine Anmeldung erforderlich ist. Möglich ist dies bis Dienstag, 2. Januar, bei Heiner Kortejohann unter der Telefonnummer 04433/9688017.

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