Pflegeeinsatz des Nabu

Mäh-Aktion mit Sense, Rechen und altem Deutz

+
Mähen wie früher: Marc Klaß mit Holzrechen und Dietmar Herchenröder mit seinem Deutz samt Balkenmäher waren auf der Fläche „Am Kohlhoff“ im Einsatz. Emma-Lou und Hannes verfolgten das Treiben vom Traktor aus. 

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Eine besondere Mäh-Aktion konnten Interessierte am Freitagnachmittag in Dötlingen erleben – zunächst auf der Ausgleichsfläche „Am Kohlhoff“, später im Dorfgarten. Dort waren auf Initiative der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen keine modernen Geräte im Pflegeeinsatz, stattdessen fuhr Dietmar Herchenröder mit einem alten Deutz aus dem Jahr 1954 samt Balkenmäher vor. Nabu-Mitglieder griffen zu Holzrechen und Sense.

„Wenn wir noch ein bisschen Heu produzieren wollen, das den Tieren Energie liefert, müssen wir nun dringend mähen“, erklärte Herchenröder über das laute Tuckern seines Deutz‘ hinweg. Auf dem Traktor nahmen auch Sohn Hannes und Nachbarskind Emma-Lou Platz, die so die beste Aussicht auf das Geschehen hatten. Langsam bahnte sich Herchenröder mit dem Deutz den Weg durch den Wildwuchs auf der „Kohlhoff“-Fläche. Während ein Freiwilliger mit dem Rechen das zukünftige Heu über den Balkenmäher zog, harkten es die anderen zusammen. Herchenröder wird es in den kommenden Tagen regelmäßig wenden. Mit Hergen Kohlhoff hat der Nabu zudem jemanden gefunden, der es anschließend presst. „Das Heuen scheint ja eine Wissenschaft für sich zu sein“, meinte Marianne Steinkamp, die die Aktion initiiert hatte. Schätzungsweise zwei Rundballen sollen am Ende herauskommen.

Bereits im Vorfeld hatte der Nabu vor allem die Fläche „Am Kohlhoff“ unter die Lupe genommen, um sicher zu gehen, dass sich keine giftigen Pflanzen in dem Wildwuchs befinden. Der Landschaftsökologe Marc Klaß gab Entwarnung. „Ich habe rund 40 Arten gezählt, aber nichts Bedenkliches entdeckt“, berichtete er. Neben Farnen, Johanniskraut und Schafgarbe wachsen auf dem Areal unter anderem auch Margeriten und die kleine Nachtkerze.

Jeweils zwischen den Obstbäumen wurde nicht gemäht. „Die Streifen bleiben stehen, damit Tiere wie Schmetterlinge einen Rückzugsort haben“, erklärte Steinkamp. Wie berichtet, hat der Nabu die Pflege der Fläche von der Gemeinde übernommen. Letztere zeichnet noch für die Wege und Seitenränder verantwortlich. Auch im Dorfgarten, wo nach getaner Arbeit ein Picknick geplant war, ist der Naturschutzbund regelmäßig im Einsatz.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Sportwerbewoche des TSV Süstedt

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

350 Schüler entdecken die heimische Wirtschaft

350 Schüler entdecken die heimische Wirtschaft

„Das war der richtige Schritt, Tischler ist mein Beruf“

„Das war der richtige Schritt, Tischler ist mein Beruf“

Kommentare