Geplanter Neubau kostet 358000 Euro

Rat macht Weg für Krippe frei

Dötlingen (cs) · In Dötlingen wird eine Krippe mit 15 Plätzen eingerichtet. Dafür wird an den Kindergarten angebaut. Das beschloss der Rat der Gemeinde am Donnerstagabend während seiner Sitzung. Die erforderlichen Gemeinde-Mittel von 115 300 Euro werden auf den Vorschlag der CDU hin allerdings mit einem Sperrvermerk versehen in den Haushalt eingestellt.

Insgesamt soll der 165 Quadratmeter große, vom Dötlinger Architekten Wolfgang Behrends geplante Neubau 358 000 Euro kosten. Und nur, wenn Fördermittel vom Land (196 200 Euro) und vom Landkreis (46 500 Euro) bewilligt werden, dann sind auch die Mittel der Gemeinde freigegeben. Dann könnten zum Kindergartenjahr 2010 / 2011 15 Mädchen und Jungen einen Krippenplatz in Anspruch nehmen. Vorangegangen war der Entscheidung eine Diskussion unter den Ratsmitgliedern.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“ fragte Ute Ziemann, SPD. Schließlich habe die Gemeinde einen Bedarf von 37 Krippenplätzen errechnet. 15 gibt es bereits in Neerstedt – und 15 weitere sollen nun in Dötlingen entstehen. Zehn Anmeldungen lägen dafür schon vor. Außerdem gelte ab 2014 der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz.

Jeder der Ratsmitglieder kenne den Haushalt, so Ziemann. „Aber wir müssen Prioritäten setzen. Und die erste Priorität ist die Bildung und Ausbildung unserer Kinder – das fängt bei der Krippe an.“ Außerdem müsse die Politik sich schnell entscheiden. Nicht nur, weil die Eltern Planungssicherheit bräuchten. „Wenn wir Fördermittel in Anspruch nehmen wollen, müssen wir diese in diesem Jahr beantragen.“ Zu 60 Prozent könnten die Gesamtkosten bezuschusst werden. „Wenn wir erst in zwei oder drei Jahren eine Krippe einrichten, müssen wir das vielleicht aus eigener Kasse bezahlen.“

Ratskollege Wilhelm Niehoff (CDU) gab der Sozialdemokratin Recht. „Natürlich ist die Kinderbetreuung unsere vornehmliche Aufgabe.“ Aber man habe eben auch eine ausgesprochen schwierige Haushaltslage. Deshalb plädierte er für den Kompromiss, die Haushaltsmittel einzustellen – aber erst freizugeben, wenn alle offenen Fragen ausgeräumt seien. Diesem Antrag folgte der Rat schließlich einstimmig.

„Grünes Licht aus Hannover kommt wohl Mitte bis Ende Mai“, schätzte Bürgermeister Heino Pauka. Der Gemeinderat müsse die Mittel dann freigeben. Bei den Politikern bedankte er sich für die schnelle Entscheidung. Innerhalb von wenigen Tagen habe der Beschlussvorschlag gestanden. „Mir ist sehr daran gelegen, dass wir in Dötlingen und Neerstedt ein gleichgewichtiges Angebot haben.“

Er betonte außerdem, dass das, was er jahrelang prognostiziert hatte, nun eingetroffen sei: „Wir kommen zur Umschichtung des Personals.“ In den Regelgruppen seien nicht mehr so viele Mitarbeiter nötig – die dann an anderen Stellen eingesetzt werden könnten. So könne langfristig ein Kontingent an Personal für den Bereich „Sozialbetreuung“ geschaffen werden, hoffte Pauka.

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