Waldgebiet „Stühe“ in Klattenhof

Löschwasserversorgung ist nun gesichert

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Um den Teich in Klattenhof im Einsatzfall nutzen zu können, wurden ein Saugrohr eingebaut und die Zuwegung hergerichtet.

„Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“ Unter diese Kategorie könnte das Thema Löschwasserversorgung im Bereich „Stühe“ fallen. Seit 2013 gab es verschiedene, teils kostspielige Ideen. Dabei lag eine einfache Lösung ganz nahe.

Klattenhof – „Wir können froh sein, dass dort im heißen, trockenen Sommer nichts passiert ist“, hatte Ratsfrau Anke Spille (CDU) im Februar vergangenen Jahres noch betont. Damals hatte der Feuerwehrausschuss einmal mehr über die Löschwasserversorgung im Bereich des Waldgebietes „Stühe“ in Klattenhof diskutiert und schließlich empfohlen, einen Feuerlöschteich anzulegen. Dieser hätte gegenüber den in den Vorjahren vorgeschlagenen Lösungen – Bohrbrunnen und Tank – zwei Vorteile, hieß es. Er fasse mehr Wasser und koste deutlich weniger.

Doch es geht noch viel einfacher. Warum einen Teich anlegen, wenn in der Nähe schon einer vorhanden ist? Am Weg „Brandkuhle“ hatten die Geschwister Gudrun Schnier und Ingo Dobe Ende 2008/Anfang 2009 mit Unterstützung der Klattenhofer Jägerschaft auf einer Fläche von etwa drei Hektar ein Biotop inklusive Verschwenkung der Immer Bäke und einem rund 2500 Quadratmeter großen Teich geschaffen. Und diesen darf die Kommune nach Rücksprache mit den Eigentümern jetzt für die Löschwasserversorgung nutzen. Da der Teich eine Wassermenge von etwa 2000 Kubikmetern fasst – in den Sommermonaten ist es noch rund die Hälfte – spricht auch seitens der Feuerwehr nichts dagegen.

Um das Gewässer für die Brandschützer und ihre Fahrzeuge zugänglich zu machen, hat der Bauhof nun eine Zuwegung und einen Stellplatz hergerichtet. „Zudem haben wir eine Firma mit dem Einbau eines Saugrohres im Teich beauftragt“, teilt Bauamtsleiter Uwe Kläner auf Nachfrage mit. Auch diese Arbeiten sind inzwischen erledigt. Das Saugrohr soll im Einsatzfall eine schnelle Wasserförderung gewährleisten.

Diese Lösung kostet die Gemeinde 2000 Euro – ein Bruchteil dessen, was ursprünglich mal geplant war. Schon 2013 hatte die Politik Mittel für die Löschwasserversorgung in Klattenhof bereitgestellt. Ermittlungen hatten damals ergeben, dass der alte Bohrbrunnen nicht mehr nutzbar ist. Für 12 300 Euro sollte ein neuer Brunnen eingerichtet werden. Doch dann hatte sich gezeigt, dass für die Förderung der benötigten Wassermenge zwei Brunnen mit Unterwasserpumpe sowie eigenem Stromanschluss erforderlich wären. Geschätzte Kosten: 40.000 bis 50.000 Euro. Verwaltung, Politik und Feuerwehr schwenkten um und sprachen sich für den Einbau eines 100-Kubikmeter-Tanks aus. 18.000 Euro wurden dafür im Haushalt 2016 zur Verfügung gestellt. Zu wenig, wie sich zeigte. Und deshalb befanden sich im Etat 2018 schon Mittel in Höhe von 30.000 Euro für einen gebrauchten Tank samt Transport und Bodenarbeiten.

Da ein Tank in der Größe aber laut Verwaltung schwer erhältlich ist und sich die Umsetzung aufwendig und teuer gestaltet, begann die erneute Suche nach einer einfacheren Variante. Im Februar vergangenen Jahres schien sie gefunden: „Anlegung eines Feuerlöschteiches für 15.000 Euro“, lautete die Lösung. Bei der Ermittlung eines Standortes stießen die Beteiligten schließlich auf den Teich an der Brandkuhle.

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