Landrat Harings bringt Vorschlag ein

Alternative für Aschenstedter Kreuzung

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Auf Einladung der CDU-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Ansgar Focke diskutierten Landrat Carsten Harings, Bürgermeister Ralf Spille (v.r.) und die Kreispolitiker vor Ort mit den Aschenstedter Einwohnern.

Aschenstedt - Einen Kreisverkehr oder eine geschlossene Ortschaft zur Entschärfung der Aschenstedter Kreuzung wird es unter den derzeitigen Voraussetzungen nicht geben. „Da muss ich endeuphorisieren, auch wenn ich damit die Schwarzer-Peter-Rolle einnehme“, sagte Landrat Carsten Harings während eines Ortstermines, zu dem die CDU-Kreistagsfraktion eingeladen hatte. Gleichwohl zeigte er eine Alternative auf, die am 23. Juni im Bau-, Straßen- und Brandschutzausschuss des Landkreises beraten werden soll. Sein Vorschlag beinhaltet die Aufstockung der Stopp-Schilder – davon könnte eines über der Straße hängen – sowie das Aufbringen zusätzlicher weißer Linien auf der Fahrbahn zu beiden Seiten der K237. „Die Verkehrsteilnehmer würden so optisch stärker auf die Kreuzung aufmerksam gemacht“, sagte Harings mit Blick darauf, dass es in der Vergangenheit auch aufgrund von Vorfahrtsmissachtungen zu Unfällen gekommen war.

Gemeinsam mit Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille hat sich der Landrat in der Wesermarsch bereits zwei entsprechend ausgestattete Kreuzungen angeschaut. Angesichts der Tatsache, dass eine geschlossene Ortschaft aufgrund fehlender lückenloser Bebauung nach dem Straßenverkehrsgesetz nicht möglich sei und ein Kreisverkehr wegen hoher Kosten sowie momentan nicht ausreichend vorhandener Fläche kaum zu einer schnellen Lösung des Problemes führen werde, sei die vorgeschlagene Maßnahme eine günstige und mit wenig Aufwand zu realisierende Möglichkeit. In Aschenstedt sowie eventuell an zwei bis drei weiteren Stellen im Landkreis könnte getestet werden, ob diese Alternative zielführend ist, so Harings.

Die anwesenden Einwohner, die sich – wie die Gemeinde auch – in der Vergangenheit immer wieder erfolglos einen Kreisel gewünscht hatten, nahmen die Nachricht erst einmal positiv auf. Weitreichend genug geht ihnen der Vorschlag allerdings nicht. „Er berücksichtigt nicht den Verkehr auf der Landesstraße“, wurde bemängelt. Gleichzeitig lieferten die Bürger selbst Ideen, die von der optischen Einengung der Fahrbahn über ein Schild „Gefährliche Kreuzung“ bis hin zum fest installierten Blitzer reichten. Letzterer stieß auch beim Fraktionsvorsitzenden Ansgar Focke auf offene Ohren. „Da müsste man mal mit der Landesbehörde sprechen“, sagte er.

Wie Harings informierte, sei für dieses Jahr eine Verkehrszählung an der L872 geplant, die Informationen über das Verkehrsaufkommen liefern wird. Die letzte Erfassung stammt aus dem Jahr 2010. Zudem möchte der Landkreis noch vor der Fachausschuss-Sitzung eine eigene Zählung an der K237 durchführen. Die Gemeinde Dötlingen ist bereits im vergangenen Jahr tätig geworden. Hier hatten Geschwindigkeitsmessungen ergeben, dass die Autofahrer auf der Iserloyer Straße im Schnitt mit fast 80 statt der erlaubten 50 Kilometern pro Stunde unterwegs waren. An der Landesstraße, wo Tempo 70 erlaubt ist, waren es 85 km/h, berichtete Spille.

ts

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