Ausstellung mit Werken des verstorbenen Dötlinger Künstlers in der Galerie eröffnet / Elke Tholen zeigt Keramikplastiken

„Kurt Erhardt hat die Situation des Augenblicks erkannt“

Jürgen Weichardt, Elke Tholen, Harald Meyer und Waltraut Erhardt (v.l.), Schwiegertochter von Kurt Erhardt, eröffneten die Ausstellung in der Galerie im Heuerhaus.

Dötlingen - (msi) · Groß war am Sonntag die Zahl der Besucher der Vernissage zur Ausstellung mit Werken von Kurt Erhardt. Jenem Dötlinger Maler, der erst im Alter von 67 Jahren die Kunst für sich entdeckte und der bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Aquarellen, Acrylbildern und Zeichnungen schuf.

Seine Nichte und Erbin Svenja Erhardt hat die Bilder der Dötlingen Stiftung zur Verfügung gestellt, die nun gut 40 der Arbeiten unter dem Titel „Malen aus Leidenschaft“ in der Galerie im Heuerhaus zeigt.

„Wir haben aber noch fünf große Sammelmappen voll mit Werken“, erklärte Thea Freiberg, Vorsitzende der Dötlingen Stiftung, während der Ausstellungseröffnung. Zeitgleich mit der Bilderschau sind in der Galerie auch Keramikplastiken der heimischen Künstlerin Elke Tholen zu sehen. Heidi Furche umrahmte die Vernissage musikalisch mit ihrem Akkordeon.

Harald Meyer, Vorsitzender des Beirats der Dötlingen Stiftung, kannte Erhardt persönlich. „Kurt Erhardt war auch ein kritischer, ein politischer Mensch“, erinnerte Meyer. Er habe in Dötlingen viele Spuren hinterlassen. Mit dem künstlerischen Werk Erhardts befasste sich der Oldenburger Kunstkritiker Jürgen Weichardt. „Was ist das für ein Mensch, der mit 67 anfängt, sich mit diesem Element zu beschäftigen?“, fragte er. Das Umfeld Dötlingens mit den vielen Kunstschaffenden und ihren Ateliers sei zugleich Anspruch und Ansporn gewesen. „Kurt Erhardt ließ sich von den Grundsätzen der Kunst des 19. Jahrhunderts leiten. Er wollte fertige Bilder malen“, erläuterte Weichardt. Bilder, die sich mit den Gegebenheiten der Außenwelten verglichen. Gleichzeitig habe es Kurt Erhardt vermieden, seine Bilder wie Fotografien erscheinen zu lassen. Landschaftsansichten, Blumenstillleben oder Akte, Kurt Erhardt habe nicht einfach nur abgemalt. „Er hat die Situation des Augenblicks erkannt“, so Weichardt. So habe der Künstler bei seinen Aktbildern nicht einfach nur Körper gemalt. „Er malte Persönlichkeiten“, betonte der Oldenburger.

Kurt Erhardt verstarb im vergangenen Jahr. Seine Bilder sind noch bis zum 30. Januar in der Galerie im Heuerhaus zu sehen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Werke möchte die Dötlingen Stiftung regionale Künstler fördern.

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