21. Kunsthandwerkertage: Originelles Angebot kommt bei Besuchern gut an

Von Kapselhebern bis hin zu Bildern aus Sand

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So mancher Besucher der Dötlinger Kunsthandwerkertage nutzte die Gelegenheit, um sich einen Adventskranz nach den persönlichen Vorstellungen fertigen zu lassen.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Sigrid Dellies nutzt jede freie Sekunde. Zeigt gerade kein Besucher Interesse, greift sie zu ihren Stricknadeln und produziert Nachschub für ihren Stand mit Mützen und Schals. Sehr weit kam sie am Wochenende nicht. Mit dem Schnee stieg auch die Nachfrage nach warmen Strickwaren. Und auch die anderen 20 Aussteller der 21. Dötlinger Kunsthandwerkertage im Schützenhof „Unter den Linden“ konnten sich über mangelnde Resonanz nicht beklagen.

„Wir sind zufrieden“, zog Organisatorin Ruth Schöbel am Nachmittag Bilanz. „Sowohl am Sonnabend als auch heute war es ein Kommen und Gehen.“ Glücklich zeigte sich die Oldenburgerin, dass die Veranstaltung überhaupt wieder in dieser Form über die Bühne gehen konnte. Denn da die Zukunft des Schützenhofes zu Jahresbeginn noch ungewiss gewesen war, startete Schöbel nicht wie sonst im Januar mit der Organisation. „Eigentlich habe ich erst im August die Aussteller angeschrieben“, erzählte sie. „Zum Glück konnte ich neben vielen bekannten Gesichtern trotzdem noch ein paar neue Kunsthandwerker gewinnen.“

Erstmals dabei war Hendrik Baumann, der Sandkunst im Glas präsentierte und auch vor Ort arbeitete. Mit ruhiger Hand schichtete er Motive wie Landschaften auf. So mancher fragte da erstaunt, ob das Muster so bleibt. „Ja, Sie können das Glas sogar schräg halten“, meinte Baumann und demonstrierte es sogleich.

Andrang herrschte vor allem am Stand von Carmen und Alfred Gaden aus Schortens, die Kreatives und vor allem Nützliches aus Holz mitgebracht hatten. Die Bandbreite reichte vom Stift bis zum Weinregal. Auch Kapselheber konnten die Besucher erwerben. „Das sind Flaschenöffner. Der Heber ist auf der Rückseite des Holzstückes“, verrieten die Aussteller. Ein Plattdeutsch-Kenner erlaubte sich da die scherzhafte Frage, ob es auch Proppentrecker gibt.

Nebenan fertigte Andrea Frahmann auf Wunsch Adventskränze an. Zudem fanden die Besucher Schmuck, Karten, Laubsägearbeiten, Lederwaren von der Haarspange bis hin zur Tasche und ganz viele Engel – eben alles, was zu Weihnachten verschenkbar ist oder die Wohnung dekoriert.

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