Bau an der Karkbäk?

Bürgerinitiative schlägt Alternativstandort für Kulturpavillon vor

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Harri Brendler (l.) und Dierk Garms (r.) zeigten Bürgermeister Ralf Spille, wo ihrer Meinung nach der Kulturpavillon stehen könnte – nämlich an der Karkbäk. In Grün sind die drei möglichen Standorte auf dem Gelände vermerkt.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Ein modernes Gebäude, schon gar nicht in der Größe und wie es von der Stiftung geplant ist, darf keinen ortsbildprägenden Standort erhalten.“ Diesen Appell richtete die Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung Jetzt“ am Mittwochabend an Bürgermeister Ralf Spille.

Im Neerstedter Rathaus überreichten die Vertreter weitere Unterschriften – nun sind es 489 – gegen den geplanten Kulturpavillon im Dorfgarten. Gleichzeitig brachten sie aber mit dem Schul- und Sporthallengelände auch einen Alternativstandort ins Spiel.

„Wer einen Kompromiss möchte, muss sich bewegen“, sagte Dierk Garms. Die Initiative habe sich deshalb Gedanken gemacht. Herausgekommen ist eine Lösung, die ihrer Meinung nach für deutlich mehr Akzeptanz in der Bevölkerung sorgen könnte und damit „dann wirklich ein Geschenk für alle Dötlinger“ wäre.

Drei mögliche Standorte im Gepäck

Dies ist schließlich das Anliegen von Detlef Knechtel, der der Stiftung 1,5 Millionen Euro für ein Haus der Begegnung, das gemeinhin als Kulturpavillon bezeichnet wird, zur Verfügung stellt. Garms hatte sogar einen Plan der Fläche dabei, auf dem er bereits drei mögliche Standorte vermerkt hatte: auf dem Schulspielplatz, im Bereich zwischen Krippenspiel- und Parkplatz sowie beim Rodelberg. In diesem Bereich wäre laut der Initiative eine vielschichtigere Nutzung möglich – von der Schulaula bis hin zu Kursen für Senioren.

„Das Gebäude würde immer noch im Ortskern liegen, aber nicht mehr im Landschaftsschutzgebiet“, nannte Garms einen Vorteil. Bekanntlich hatte der Gemeinderat beschlossen, der Stiftung für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung zu stellen und sich für ein Areal im Dorfgarten ausgesprochen. Dieses befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, eine Herausnahme wäre erforderlich. 

Planungen gehen voran

Wie Bauamtsleiter Uwe Kläner erläuterte, müssen ohnehin die benachbarten Ausweichparkplätze beordnet werden. Um beides in einem Zuge zu erledigen, soll gemäß derzeitiger Beschlusslage ein städtebaulicher Vertrag mit der Stiftung zwecks Kostenteilung geschlossen werden. „An diesem Punkt befinden wir uns momentan“, so Kläner. 

Eine Abfrage an Honorarangeboten bei Planungsbüros gab es schon. Ist der Vertrag unterzeichnet, könne die Vergabe erfolgen. Zeitliches Ziel sei, dass der Bauausschuss Ende Januar den Aufstellungsbeschluss zur Änderung der Abrundungssatzung, des Flächennutzungsplanes und Löschung des Landschaftsschutzgebietes empfiehlt. „Bis etwa Mitte Januar haben also noch alle Zeit, mit der Politik über den Standort zu reden“, sagte er.

Verwaltung muss schulnahen Standort prüfen

Auch der Bürgermeister riet dazu, dass Gespräch mit den Fraktionen, aber vor allem auch mit der Stiftung zu suchen. Letztere weiß laut Initiative noch gar nichts von der Idee, das Gebäude in Schulnähe zu errichten. 

Ob dies überhaupt möglich wäre, muss zudem die Verwaltung erst prüfen. „Denn die genannten Flächen werden derzeit ja genutzt“, so Spille. Er verwies darauf, dass der Kulturpavillon auf jeden Fall in der Bauausschuss-Sitzung am 16. November ab 18 Uhr im Rathaus Thema ist. Vorrangig geht es dann um den Antrag der Grünen auf Aussetzung der Planung, der es bei der Ratssitzung im September nicht auf die Tagesordnung geschafft hatte.

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