Bürgermeister Ralf Spille will baldiges Gespräch mit allen Beteiligten

Kritiker der Begegnungsstätte sammeln 376 Unterschriften

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Die Intitiative „Aktive Bürgerbeteiligung Jetzt“ übergab Bürgermeister Ralf Spille am Dienstagabend eine Liste mit 376 Unterschriften.

Dötlingen/Neerstedt - Eine klare Absage an den Standort der Begegnungsstätte im Dorfgarten und eine grundsätzliche Diskussion über den Bedarf einer solchen Einrichtung – das fordert die Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung Jetzt“. 376 Bürger aus der Gemeinde Dötlingen haben mit ihrer Unterschrift ihre Unterstützung für diese Positionen ausgedrückt.

Am Dienstagabend übergab die Initiative die Liste mit den Signaturen vor dem Neerstedter Rathaus an Bürgermeister Ralf Spille. Der will noch Anfang September alle Beteiligten an einen Tisch bringen, um über den geplanten Bau zu diskutieren.

„Ich plädiere dafür, dass es bald passiert“, so Spille, nachdem er die Unterschriften in Empfang genommen hatte. „Ich will das nicht auf die lange Bank schieben“. So lange das Gespräch nicht stattgefunden habe, würde er keine Verträge für den Bau unterschreiben. Seine Behörde habe jedoch schon begonnen, den Ratsbeschluss für den Bau umzusetzen. Die Mehrheit des Gremiums hatte für die Begegnungsstätte gestimmt, nachdem der Verwaltungsausschuss einstimmig votiert hatte.

„Dorf prägendes Landschaftsschutzgebiet“ in Gefahr

Die Unterschriften waren in ungefähr eineinhalb Wochen gesammelt worden, berichtete Harri Brendler von der Inititative. Gesammelt wurde im Dorf Dötlingen, unterzeichnen durften alle Gemeindeeinwohner. Konkret unterstützen sie damit, dass der Pavillon im Dorfgarten als Fremdkörper empfunden würde und das „Dorf prägende Landschaftsschutzgebiet zerstört“ würde.

Außerdem sei kein zusätzlicher Bedarf an kulturellen Begegnungsstätten erkennbar. Auch vermissen die Unterzeichner eine „frühzeitige, offene und umfassende Information der Dötlingen Stiftung/Gemeinde über die Pläne und einen Dialog darüber“.

Die Initiative kritisiert, dass bei finanziellen Engpässen die Gemeinde und damit die Bürger haften müssten. Dabei signalisierte die Gruppe ausdrücklich ihre Gesprächsbereitschaft. Mitglied Herbert Aschenbeck sagte: „Wir bemängeln auch die Informationspolitik. Die Bevölkerung sollte bei solchen Entscheidungen eingebunden werden.“ Bei aller Kritik sei es wichtig, das Dorf nicht über die Frage zu spalten, hieß es aus den Reihen der Initiative.“ 

pp

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