Radwege beschäftigen die FDP

Kritik an Zustand und Nutzung

Die Liberalen Claus Plate, Constanze Wegjahn, Dierk Garms, Hartmut Schütte, Ernst-August Bode und Eckehard Hautau (v.l.) machten sich vor Ort ein Bild von der Radwegsituation. - Foto: ts

Dötlingen - Etwas unzufrieden ist die Dötlinger FDP mit der Radwegesituation. Die Mitglieder monierten während eines Ortstermines am Freitag vor allem den Zustand einiger Wege im Golddorf sowie auch das Verhalten mancher Fahrradfahrer. „Trotz entsprechender Schilder nutzen viele nicht den Radweg, sondern fahren auf der Straße“, erläuterte Ernst-August Bode. „Ich schätze, drei Viertel.“ Dies könne an bestimmten Stellen zu brenzligen Situationen führen.

Sowohl am Rittrumer Kirchweg als auch am Heideweg stehen blaue Schilder, die den Fußgängern und Radfahrern einen gemeinsamen Weg anzeigen. „Dies bedeutet, dass er auch für Radfahrer benutzungspflichtig ist“, informierte Bauamtsleiter Uwe Kläner. Die Gründe, weshalb Radler dennoch auf die Straße ausweichen, sind bekannt. Zum einen liegt es an der Oberfläche – innerorts sind die Wege gepflastert, viele Radfahrer bevorzugen aber Asphalt. Zum anderem ist es der Zustand mancher Wege. „Entlang des Heide- sowie des Rittrumer Kirchweges sind sie alt und baufällig“, sagte der Fraktionsvorsitzende Claus Plate. Einmal im Jahr begutachte die Gemeinde die Radwege und nehme Ausbesserungen vor. „Ansonsten wäre es natürlich hilfreich, wenn die Bürger schadhafte Stellen melden“, meinte er.

Ein Problem sei zudem der Bewuchs. „Die Wege selbst werden mit einer Wildkrautbürste gepflegt. Die Zeiten von Glyphosat sind ja vorbei“, erläuterte Kläner. Der Bewuchs, der von privaten Grundstücken auf die Wege reicht, müsse allerdings von den entsprechenden Anliegern zurückgeschnitten werden. Erinnernde Schreiben verließen regelmäßig das Rathaus.

Zumindest am Heideweg ist Besserung in Sicht. Denn im Zuge des Straßenausbaus soll auch der Radweg gemacht werden. Allerdings wird gepflastert und nicht asphaltiert. „Letzteres würde die Pflege vereinfachen“, so Kläner. Eine Möglichkeit wäre Beton unter dem Pflaster. Dies wäre teurer, aber pflegeleichter. Fraglich sei die Verkehrsregelung nach dem Ausbau. Theoretisch könnte die zuständige Behörde die bisherige Regelung, sprich die blauen Schilder, für den Heideweg aufheben. Die Radler könnten dann die Straße nutzen. Diese Idee stieß bei der FDP nicht auf Wohlwollen. Denn gerade außerorts seien Fahrzeuge schneller unterwegs und könnten Radler leicht übersehen. - ts

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