Partei radelt quer durch Brettorf

Mit der SPD vorbei an Krippe, Bahnhof und Bauplätze

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Die SPD Dötlingen begutachtete während ihrer Radtour unter anderem die Fläche hinter dem neuen Brettorfer Baugebiet „Alte Post“, auf der weitere neue Bauplätze entstehen könnten – und kam dabei auch mit Anliegern ins Gespräch.

Brettorf - Von Anja Nosthoff. Ihre Sommerradtour führte die SPD Dötlingen am Mittwochabend quer durch Brettorf. Dabei nahmen die Mitglieder eine mögliche Fläche für ein neues Baugebiet in Augenschein, begutachteten das Gewerbegebiet, besichtigten den Standort für den geplanten Funkturm und hielten auch am Kindergarten an, wo eine Krippe eingerichtet wird.

Start der Tour war am Brettorfer Bahnhof. Dort richtete Gerrit Meyer, SPD-Mitglied und auch Vorsitzender der AG Brettorfer Vereine einen dringenden Wunsch an Verwaltung und Politik: Der Bahnhof müsse besser gepflegt und wieder mit Leben gefüllt werden. „Als die Flüchtlinge noch hier gewohnt haben, sah es eindeutig besser aus“, so Meyer.

„Der sogenannte Tourismuskasten ist regelrecht abschreckend“, bemängelte der AG-Vorsitzende. Er müsse sauber gehalten, ansprechend gestaltet und regelmäßig mit aktuellen Flyern aufgefüllt werden. Noch schlimmer seien die Schmierereien am Gebäude. Und vor Kurzem war sogar der Fahrkartenautomat in die Luft gesprengt worden. Wie Meyer berichtete, hat die Kommune vor etwa einem halben Jahr die Flüchtlinge, die im gemeindeeigenen Bahnhofsgebäude wohnten, in angemietete Räume im Dorf umgesiedelt. Als im Bahnhof noch Leben herrschte, habe es Schmierereien oder Vandalismus nicht gegeben. Zudem hätten sich die Asylsuchenden auch bei der Pflege des Bahnhofsplatzes eingebracht, so Meyer.

Erstes Ziel: Baugebiet „Alte Post“

Erste Station der Radtour war das Baugebiet „Alte Post“ am Stedinger Weg. „Hier sind alle Grundstücke bereits verkauft. Aktuell können in Brettorf keine Bauplätze angeboten werden“, informierte Rudi Zingler, Vorsitzender des Ortsvereins und der Fraktion. Bedarf gebe es jedoch, nicht unbedingt von Auswärtigen, aber vor allem seitens der jungen Generation von Brettorfern, die gerne im Ort bleiben und ein Eigenheim errichten würden. „Angedacht ist deshalb, angrenzend an das neue Baugebiet eine dritte und vielleicht noch eine vierte Reihe aufzumachen“, sagte Zingler. Es habe schon positive Gespräche mit dem Eigentümer der Ackerfläche gegeben.

Alle Fraktionen im Gemeinderat seien dafür, dort ein neues Baugebiet zu erschließen. „Im Flächennutzungsplan ist das Areal schon für eine mögliche Bebauung ausgewiesen. Einen Bebauungsplan gibt es natürlich noch nicht“, so Zingler. Möglicherweise könnten auf der Fläche etwa zehn neue Bauplätze entstehen. „Wir sind ziemlich sicher, dass sie schnell weggehen würden. Der Verkauf der Plätze in der ersten Reihe direkt am Stedinger Weg lief zwar erst etwas schleppend an, doch die zweite Reihe war rasch weg.“ Andere Möglichkeiten für neue Bauplätze in Brettorf seien rar. Es gebe höchstens eine Lücke für einige wenige Grundstücke.

Die SPD besichtigte auch einige seit langer Zeit leer stehende Altimmobilien am Möwenweg. Zudem ging es in das Gewerbegebiet „Neuer Kamp“. „Hier tut sich schon seit längerer Zeit nicht viel“, bedauerte Zingler.

Hinsichtlich des Krippen-Anbaus im Brettorfer Kindergarten stellte der Ortsvereins-und Fraktionsvorsitzende fest: „Leider beginnen die Bauarbeiten jetzt wohl erst im Herbst. Eigentlich hätte es schon losgehen sollen, damit die Räume bereits im Herbst fertiggestellt sind.“

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