Dötlingerin veröffentlicht neues Spiel, Neerstedterin gibt regelmäßige Basteltipps

Kreative Ideen gegen Langeweile

Langeweile muss nicht sein: Christiane Knepel hat das Spiel „Wolkenkratzer“ entworfen. Fotos: Knepel

Neerstedt/Dötlingen - Von Tanja Schneider. Wegen der Coronakrise sind Schulen und Kitas seit Wochen geschlossen. Tausende Kinder müssen zu Hause bleiben und können sich nicht einmal in den Vereinen oder auf Spielplätzen die Zeit vertreiben. Damit keine Langeweile aufkommt, müssen Eltern momentan erfinderisch sein. Hilfe erhalten sie von vielen kreativen Köpfen, die ihre Ideen über die sozialen Medien teilen. Zu ihnen gehören auch Nicole Hey aus Neerstedt sowie Christiane Knepel aus Dötlingen. Erstere stellt seit dem 21. März fast täglich einen Basteltipp online. Letztere hält auf ihrer Homepage das von ihr kreierte Spiel „Wolkenkratzer“ als Download bereit. „Einfach ausdrucken und losspielen“, sagt sie.

Spiel aus Dötlingen

Knepel dürfte einigen durch den Krimispaziergang „Tabea Thaler – Der Geist von Dötlingen“ bekannt sein, den sie vor rund einem Jahr entwickelt hat. Mittlerweile gibt es diese spannenden Rallyes auch für Wildeshausen und Dangast. Die 53-Jährige ist ein Fan von Rätseln und Spielen. Da wundert es nicht, dass sie ihre Geburtstagsgäste Jahr für Jahr mit etwas Neuem überrascht. Diesmal sollte es „Wolkenkratzer“ sein. Doch wegen des Coronavirus fiel die Feier Mitte März ins Wasser. In der Schublade verschwinden sollte ihre Spielidee aber nicht. „Ich habe sie dann weiterentwickelt und auf meiner Internetseite veröffentlicht“, erzählt Knepel. Wer zu Hause dringend Abwechslung benötige, könne sich gerne kostenlos unter www.stadt-land-spiel.com das Würfelspiel inklusive Anleitung herunterladen und ausdrucken. Es ist für zwei bis vier Personen ab acht Jahren gedacht.

Und so funktioniert es: Jeder Spieler erhält die Vorlage einer Großstadt. Zur Auswahl stehen New York, Chicago, San Francisco und Miami. Die berühmten Wolkenkratzer schießen in Form von Würfeln in die Höhe. Natürlich mit unterschiedlichen Augenzahlen. Reihum wird nun gewürfelt. Die angezeigte Zahl darf jeder in einem seiner Wolkenkratzer wegstreichen. Dabei gilt: Es muss in der untersten Etage begonnen werden. Wer nicht kann, muss einmal aussetzen. Konnte ein Spieler in einem Wolkenkratzer alle Etagen streichen, kringelt er die Punktzahl über dem Gebäude ein. Das Spiel ist beendet, sobald einer an vier Wolkenkratzern alle Etagen streichen konnte. Jeder zählt nun die erreichten Punkte zusammen. Es gewinnt der Spieler mit der höchsten Punktzahl.

Neerstedter Basteltipps

Basteln ist hingegen die große Leidenschaft der Neerstedterin Nicole Hey. 2017 hat die fünffache Mutter das Hobby zum Nebenberuf gemacht und ein Kleingewerbe angemeldet. Sie bietet Geschenkartikel wie beispielsweise Schnullerketten zur Geburt an. „Ich habe das Basteln von meinen Eltern übernommen und probiere mit meinen Kindern sehr viel aus“, berichtet sie. Das Spektrum reicht von Pailletteneiern bis hin zum Herstellen eigener Kreide.

Auf ihrer Facebookseite „Latonija“ veröffentlicht sie neben ihren Kreationen auch Basteltipps – seit dem 21. März sogar an fast jedem Tag. Gegen Langeweile in der Coronakrise. „Auf die Idee hat mich eine Freundin gebracht“, erzählt die Neerstedter. „Sie rief an und meinte, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt.“ Hey beschloss daraufhin, täglich einen Tipp zu posten, der sich mit mal mehr, mal weniger Aufwand ganz einfach zu Hause mit Kindern umsetzen lässt. „Und zum Glück haben jetzt auch die Baumärkte wieder auf“, sagt sie mit Blick auf die benötigten Materialien. Sie selbst habe zwar einen großen Fundus auf dem Dachboden. Doch ab und an fehle dennoch etwas.

Die Resonanz auf die Tipps sei super. „Ich bekomme immer wieder Fotos von Bastelergebnissen“, freut sich Hey. Richtig gut angekommen seien bisher zum Beispiel die Flummis, Armreife und Fimoschalen. Bei Kindern sei Kreide stets gefragt.

Und so macht man Kreide selbst: Benötigt werden Gips (am besten Modellbaugips), Wasser, eine Schüssel und ein Löffel, Klebeband, Papier, Lebensmittel- oder Fingerfarben, eine Form (Papierröllchen oder Toilettenpapierrollen) und Tassen. „Zuerst baut man die Formen“, beschreibt Hey. „Dazu wickelt man Papier um die Rollen, die unten zusammengeknickt werden müssen, sodass ein Boden entsteht.“ Dieser müsse mit viel Klebeband gesichert werden, damit später nichts herauslaufen kann. Dann vier Esslöffel von dem Gips mit Farbe verrühren. „Die Menge ist abhängig vom gewünschten Ton. Für kräftige Farben nimmt man mehr und für pastellige Töne weniger“, weiß Hey. „Ist man mit dem Farbton zufrieden, gibt man unter ständigem Rühren Wasser hinzu, bis die Mischung wie ein Babybrei wirkt.“ Ihn fülle man anschließend in die vorbereiteten Rollen. „Diese in die Tassen stellen und an einem warmen Ort etwa zwei Tage lang trocken lassen“, sagt Hey.

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