Kreativ durch die Ferien

Kreativ durch die Sommerferien: Künstlerin Ute Schierz zeigt den Fepa-Kindern Eyleen, Marie und Lenja (v.l.) den Umgang mit Spachtel und Pinsel.
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Kreativ durch die Sommerferien: Künstlerin Ute Schierz zeigt den Fepa-Kindern Eyleen, Marie und Lenja (v.l.) den Umgang mit Spachtel und Pinsel.

Kinder seien die Künstler von morgen, findet Ute Schierz. Kein Wunder also, dass die Oher Malerin auch in Coronazeiten auf die Förderung des kreativen Nachwuchses setzt. Ihre Kindermalgruppen treffen sich bereits seit Mai wieder. Derzeit laufen Ferienangebote – und für Oktober hofft Schierz auf eine besondere Ausstellung.

Ohe – Die Holztische im Atelier von Ute Schierz sind sorgfältig mit Papier abgedeckt. Darauf wimmelt es nur so von Pinseln verschiedener Größen, unterschiedlichen Farben und Spachteln. „Letztere haben die Kinder heute als neues Werkzeug kennengelernt“, meint Schierz und erntet sofort Widerspruch von Marie. „Ich kannte sie schon“, erzählt die Schülerin, die am Mittwoch zusammen mit vier anderen Mädchen im Alter von acht bis zehn Jahren an der Aktion „Malwerkstatt: Blumenwiese“ im Rahmen des Dötlinger Ferienpasses teilnimmt.

Wie der Titel verrät, gestalten die Kinder ein florales Bild. Zuerst geht es an den Untergrund. Mit den kleinen Spachteln entstehen die Wiesen in grünen und blauen Tönen. Die Blumen malen die Mädchen mit Pinseln auf einem separaten Blatt Papier und schneiden die schönsten Exemplare aus. „Sie sollten möglichst drei unterschiedliche Formen haben“, gibt Schierz vor. Zwei hat Lenja schon zusammen und klebt sie auf ihre Wiese. „Nun fehlen noch die Stiele und Blätter“, weiß sie.

Kommende Woche Mittwoch ist in Schierz‘ Atelier in Ohe eine weitere Ferienpassaktion geplant. Dann geht es um „Lustige Vögel“. Zudem hat die Künstlerin in diesem Jahr sechs eigene Sommerangebote im Programm. „Vier von ihnen sind ausgebucht“, berichtet sie. Das Spektrum reicht vom Bemalen einer Schatzkiste über das Gestalten einer Wasserlandschaft bis hin zur Mosaikmalerei.

Viele der jungen Teilnehmerinnen kennt Schierz bereits. Denn sie gehören auch den Kindermalgruppen an, die gerade Sommerpause haben und dann im September wieder beginnen. Auf das Kreativangebot wollen viele Mitglieder trotz Ferien nicht verzichten. Schließlich hatten sie bereits im Frühjahr aufgrund der Corona-Pandemie eine Zwangspause einlegen müssen. „Seit Mai treffen sich die Gruppen wieder. Allerdings nur zu viert statt zu sechst“, erzählt Schierz von den veränderten Bedingungen im Atelier.

Das Virus habe ohnehin einige Vorhaben durcheinandergebracht. So sei für Juni eigentlich eine Beteiligung an der Dötlinger Gartenkultour geplant gewesen. Doch die Veranstaltung fiel aus. „Wir hoffen nun, dass der Aktionstag am 3. Oktober stattfinden kann. Dann sind wir dabei“, sagt Schierz. Schließlich hätten die 15 Malschulkinder rund ein Jahr lang auf eine Ausstellung im Zuge der Dötlinger Gartenkultour hingearbeitet. „Sie sind die Künstler von morgen und wollen natürlich ihre Werke präsentieren“, weiß Schierz. Angedacht sind eine Ausstellung und Informationen rund um die Malschule in Ohe.

Neben dem Nachwuchs wäre auch die Inklusionsmalgruppe „Die Farbenfreunde“ mit von der Partie, die Schierz seit Jahren leitet. Ihre Rückkehr ins Atelier nach dem Lockdown gestaltet sich allerdings etwas schwieriger. „Denn aus den Einrichtungen dürfen noch nicht alle Mitglieder wieder kommen“, informiert die Künstlerin. Erst im Juli gab es deshalb ein Treffen – mit fünf statt acht Mitgliedern. Ein zweites ist nun für den 8. August vorgesehen. „Dann wollen wir uns mal ans Modellieren wagen“, verrät Schierz.

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sie sich näher mit dieser Gestaltungsform beschäftigt und Gefallen daran gefunden. Deshalb plant sie für September auch ein neues Angebot. „Ich möchte dann einen Mal- und Modellierkursus für Eltern und Kinder starten“, berichtet sie. Über den Kursbeginn will sie rechtzeitig informieren.

Von Tanja Schneider

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