Sommerfest bei der Dötlinger Kirche

Von kostbaren Schätzen und gesungenen Frauengeschichten

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Der freiberufliche Schauspieler und Sänger Christian Bohrmann unterhielt die gut 100 Besucher des Senioren-Sommerfestes mit Lieder und Anekdoten, unter anderem aus seinem eigenem Leben.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Die Aussicht auf leckeres Essen, ein kurzweiliges Unterhaltungsprogramm sowie den Austausch von Neuigkeiten hat am Mittwoch mehr als 100 Senioren zum Sommerfest des Arbeitskreises „Gemeinsame Sache“ gelockt.

In entspannter Atmosphäre genossen die Gäste unter den Pavillons vor der Dötlinger Kirche den Nachmittag. „Ich bin froh, dass wir in diesem Jahr wieder draußen feiern können“, sagte Pastorin Susanne Schymanitz, die die Veranstaltung mit einer Andacht zum Thema „Schätze“ einläutete.

Unter den Besuchern war auch Bürgermeister Ralf Spille, der die Senioren mit aktuellen Informationen versorgte, unter anderem zum Breitbandausbau. „Da geht es endlich etwas voran“, berichtete er. Seit einigen Wochen werde in der Gemeinde gebuddelt, um die notwendigen Kabel zu verlegen. 

Welche Haushalte ab wann profitieren, konnte der Verwaltungschef allerdings noch nicht sagen. „Ich hoffe aber, dass der Landkreis es bald präzisiert.“ Daneben nehmen zwei Bauprojekte Fahrt auf: „Für den Radweg von Neerstedt nach Klattenhof sowie den Ausbau des Heideweges in Dötlingen gab es Fördergelder“, erzählte Spille. Er rechnet damit, dass der Radwegebau bereits im Herbst beginnt. Für die Maßnahme Heideweg sei bald eine Anliegerversammlung angedacht.

Als „zähes Geschäft“ bezeichnete der Bürgermeister die Planungen für das Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg. Er rechne aber damit, dass die Politik die Entwürfe im November in die nächste Runde, also die öffentliche Auslegung, schickt.

Gerade konnte Spille noch von den Fortschritten bei den Kita-Anbauten berichten, da erklang die Kirchenglocke. „Meine Stunde hat geschlagen“, verwies der Bürgermeister auf den nächsten Programmpunkt. 

Diesen gestaltete Christian Bohrmann, Schauspieler, Sänger und neuer Nachbar von Pastoren Schymanitz. „Eigentlich wollten wir hier in Dötlingen nur mal zur Probe wohnen“, sagte er. „Doch nach zwei Tagen wusste ich: Wir bleiben.“ Bohrmann erzählte von seiner Kindheit nahe zur Grenze der DDR, von den Jahren, in denen er in Berlin lebte, und garnierte alles mit passenden Liedern. Gesungene Frauengeschichten kamen ebenso zu Gehör wie Anekdoten über einen gewissen Herrn Hoppe, der meinte: „Wenn ich gerne singe, dann singe ich auch gut.“

Die Senioren, die unter anderem aus dem Kreisaltenheim sowie dem Alexanderstift in Wildeshausen nach Dötlingen gekommen waren, nahmen sich daran beim anschließenden gemeinsamen Singen ein Beispiel. Das Fest endete mit Würsten vom Grill sowie Geklöne, und manch einer erinnerte sich da an die Worte der Pastorin: „Die kostbarsten Schätze sind meist die, die wir nicht anfassen können, wie nette Begegnungen.“

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