Korsorsbarger Speeldeel und „De Spaaßmaker“ kommen nach Neerstedt/Insgesamt acht Aufführungen im Januar

Von Piraten und imaginären Mitbewohnern

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„Piraten ahoi“ heißt die plattdeutsche Komödie, mit der die Korsorsbarger Speeldeel am 3. Januar nach Neerstedt kommt.

Neerstedt - Im Theater „Neerstedter Bühne“ geht es im Januar richtig rund. Gleich acht Aufführungen – allesamt auf Plattdeutsch – stehen auf dem Programm. Neben der Speelkoppel des Dötlinger Bürger- und Heimatvereines, die am 15. und 16. Januar ab 20 Uhr sowie am 17. Januar ab 15 Uhr ihr Stück „Lustgarantie“ präsentiert (wir berichteten), kommen „De Spaaßmaker“ aus Großenkneten, die in Neerstedt als Garant für ein volles Haus gelten. Gleich viermal stehen sie deshalb auf der Bühne. Den Auftakt macht im Januar aber die Korsorsbarger Speeldeel. Bereits an diesem Sonntag heißt es ab 15 Uhr „Piraten ahoi“.

Die Gruppe aus Achternmeer gehört zu den Stammensembles und bringt diesmal einen Dreiakter von Andreas Wening mit. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Peter, der seiner Tochter Kerstin arge Sorgen bereitet. Dass ihm der Hygiene- und Putzfimmel seiner Frau Sigrid zu schaffen macht, ist nichts Neues. Doch, was er seiner Tochter an diesem Wochenende berichtet, beunruhigt doch über alle Maßen. Peter behauptet, einen Kapuzineraffen in Strickweste gesehen zu haben, der ihn geohrfeigt und mit Käsesahne beworfen hat. Ebenso hätten zwei Piraten seinen Keller gestürmt, und die neue Nachbarin Vicky, die ihm irgendwie sehr bekannt vorkomme, habe ihr Geranien fressendes Pferd eigenhändig nach Hause getragen.

Kerstin ruft sofort Doktor Rüssel, der bei Peter „Verwirrtheit aufgrund des Einsatzes von toxischen Reinigungsmitteln“ diagnostiziert. Sigrid und ihre Freundinnen Else, Rosi und Gerda nehmen unterdessen neugierig die neue Nachbarin unter die Lupe. Sie laden sie zu ihrem monatlichen Treffen zum Austausch von Haushaltstipps und Putzmitteln ein. Doch dank des von Vicky mitgebrachten Koffers voller Dessous und einem Kanister Bananenschnaps verläuft der Nachmittag anders als gewöhnlich. Vicky erzählt, dass sie eigentlich nur hier sei, um ihren Vater zu suchen. Dieser sei aus einem Süd-See-Altenheim getürmt, weil er von der Piraten-Partei gehört habe und nun unbedingt deren Vorsitzender werden wolle.

Während Sigrid ihre Küche nahezu in Schutt und Asche legt und die anderen Damen Dessous anprobieren, kommt die Meldung, dass Vickys Vater bei einer Veranstaltung der Piraten gefunden wurde. Mit Bananenschnaps abgefüllt, beschließen die fünf Frauen, ihn einzufangen.

Ein nicht weniger turbulentes Stück haben sich „De Spaaßmaker“ ausgesucht. Es heißt „Mien WG bün ik“. Der Name ist Programm. Denn Ernst, Anfang 40, erfindet eine Wohngemeinschaft. Er ist gerade erst bei Mama ausgezogen, und die ist der Meinung, dass ihr Sohn nicht alleine leben, sondern sich die Wohnung mit vernünftigen Menschen teilen sollte. Leider will Mama Elsa auch die imaginären Mitbewohner auf Herz und Nieren prüfen. Und so engagiert der nicht gerade mit Freunden gesegnete Ernst eine überaus schüchterne Kantinenhilfe, einen trinkfesten Arbeitskollegen und Letzterer eine sehr auffällig gekleidete Bekannte als Mitbewohner. Das gemeinsame Kaffeetrinken bringt so einige Überraschungen mit sich. Zum Schluss fliegt der Schwindel auf und Mama Elsa ist überzeugt, dass ihr Sohn zu einem selbstständigen Leben noch nicht in der Lage ist.

„De Spaaßmaker“ sind am 22. und 29. Januar ab 20 Uhr sowie am 24. und 31. Januar ab 15 Uhr zu Gast. Karten für diese Aufführungen sowie für die Gastspiele der Korsorsbarger Speeldeel und der Dötlinger Speelkoppel gibt es zum Preis von jeweils 9,50 Euro im Theater unter Telefon 04432/1604, per E-Mail an info@neerstedter-buehne.de oder online.

ts

www.neerstedter-buehne.de

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