„Können uns wirklich glücklich schätzen“

Ute Meinert-Kaiser berichtet im Sozialausschuss über die Arbeit im Verein „Wi helpt di“

Seit 2019 gleichberechtigtes Vorstandsmitglied des Vereins „Wi helpt di“: Ute Meinert-Kaiser.
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Seit 2019 gleichberechtigtes Vorstandsmitglied im Verein „Wi helpt di“: Ute Meinert-Kaiser. archiv

Dötlingen – Seit mehr als sechs Jahren gibt es den Verein „Wi helpt di“. Zusammen mit Hella Einemann-Gräbert ist Ute Meinert-Kaiser seit 2019 gleichberechtigtes Vorstandsmitglied. Während der jüngsten Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses berichtete die Vorständin über die Arbeit bei „Wi helpt di“.

Aktuell zählt der Verein 189 Mitglieder, die meisten kommen überwiegend aus Dötlingen, Neerstedt und Aschenstedt. Von den 34 ehrenamtlichen Helfern sind momentan 19 aktiv im Einsatz. „Die machen eine 30-stündige Seniorenbegleiterausbildung, 18 davon haben diese Ausbildung absolviert“, informierte Meinert-Kaiser die Ausschussmitglieder. Von 39 Klienten nehmen derzeit 26 eine Unterstützung in Anspruch. Während ihres Vortrages ging sie auch auf verschiedene Projekte ein. Sie berichtete, dass „Mannslüüd op‘n Swutsch“ sehr gut angenommen worden sei. Dahinter verbergen sich Männertouren, die im November und Dezember 2019 erstmals über die Bühne gingen. Vorstandsmitglied Holger Spille ist dabei der Chauffeur und fährt die Senioren mit dem Elektroauto der Gemeinde Dötlingen zu einer bestimmten Attraktion, danach folgt ein gemeinsames Kaffeetrinken. „Das Interesse an dem Angebot ist so groß, dass es fortgesetzt wird“, so Meinert-Kaiser. Ein vergleichbares Angebot für Seniorinnen – „Froonslüüd op‘n Swutsch“ – sei in Planung.

Mutmach-Briefe: „Das war eine ganz tolle Sache“

Zum Schreiben von Mutmach-Briefen hatten der Verein und die Kommune in diesem Jahr aufgerufen. Bei der Aktion ging es darum, Über-80-Jährigen aus der Gemeinde Dötlingen Briefe zu schreiben. Insgesamt seien rund 340 Einsendungen in Form von Briefen, Bildern, Bastelarbeiten und Geschichten eingegangen, so Meinert-Kaiser. Schulklassen, Kindergärten oder auch der Kreativkreis der Kirchengemeinde Dötlingen hätten sich an der Aktion beteiligt. „Das war eine ganz tolle Sache.“

Spezielle Tablets für ältere Menschen waren die jüngste Idee des Vereins. Wie berichtet, können sich Personen ab 60 Jahren diese Geräte mieten. „Wi helpt di“ hat zwei Tablets von der Berliner Firma „media4care“ gemietet und bietet sie Senioren aus der Kommune zum kostenlosen Testen an. Gefällt das Tablet, können sich Interessierte eines auf eigene Kosten mieten. „Da sind regelmäßig Anfragen, das wird gut angenommen“, berichtete die Dötlingerin.

„Wi helpt di“ hat ein „offenes Ohr“

Und was hat sich in diesem Jahr noch so getan? Wie berichtet, hat der Verein eine Liste mit zahlreichen Telefonnummern und Kontaktmöglichkeiten für Ältere zusammengestellt, die ihnen den Alltag erleichtern können. Die Nummern sind im Internet unter www.wi-helpt-di.de/hilfe/adressen/ zu finden.

Zudem hat „Wi helpt di“ ein „offenes Ohr“. „Das Angebot hängt mit der Mutmach-Aktion zusammen. Wir haben festgestellt, dass viele gerne den Telefonkontakt suchen.“ Interessierte können bei Bedarf bei Ina Schäfer vom Verein anrufen. Sie stelle dann den Kontakt zu einem Ehrenamtlichen her.

Ein weiteres Projekt: „3 000 Schritte“. Ins Leben gerufen hat es der Niedersächsische Turnerbund, um ältere Menschen durch gemeinsame Spaziergänge zu mehr Bewegung zu animieren. Der TV Brettorf ist dafür an „Wi helpt di“ herangetreten, weil er für die Realisierung Kooperationspartner benötige.

Lob von den Ausschussmitgliedern

Mit dem TV Dötlingen und Neerstedt sei man ebenfalls im Gespräch. „Wi helpt di“ und die Gemeinde wollen das Ganze unterstützen, „damit die Vereine einen Projektantrag stellen können, um einen Zuschuss zu bekommen“, erklärte Schäfer auf Nachfrage.

Unter anderem ist der Verein dabei, seine Homepage zu überarbeiten und Ideen zur Nutzung des Hauses der Generationen zu entwickeln. „Wi helpt di“ möchte das Gebäude für seine Klienten attraktiv gestalten. Daher mache sich der Verein zurzeit Gedanken, was speziell für die Förderung von Fitness und Gesundheit getan werden kann. „Wir denken über Fitnessgeräte nach“, sagte die Vorständin. Es seien aber noch keine Entscheidungen getroffen worden.

Bürgermeister Ralf Spille hob am Ende des Berichtes das Engagement hervor. „Wir können uns wirklich glücklich schätzen, dass wir so einen Verein in unseren Reihen haben.“ Gabriele Roggenthien (Bündnis 90/Die Grünen) sagte: „Ich möchte mich dem Dank von Herrn Spille anschließen. Es ist toll, dass es immer weitergeht und immer neue Ideen entwickelt werden.“

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