Gerätewarte sorgen dafür, dass alles vorhanden ist

Von kleinen Reparaturen bis hin zur Inventur

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Auch kleine Reparaturarbeiten wie der Austausch des Trichters am Schlauch der Absauganlage gehören zu den Aufgaben von Gerätewart Arne Metzing (r.) und seinem Stellvertreter Marvin Leutloff.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. „Geräteraum G1 – auf Schiebewand: zwei Feuerpatschen, zwei Stechschaufeln, ein Stoßbesen, ein Spaten, eine Feuerwehraxt...“ steht auf dem Schild in einem der Fahrzeuge der Dötlinger Ortsfeuerwehr. Auf jedem der Ausrüstungsgegenstände findet sich zwecks genauer Zuordnung noch eine Nummer, die wiederum in der Inventarliste gespeichert ist. Eine solche führen alle drei Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Dötlingen. Die Pflege und Ergänzung der Datenbank gehört zu den Aufgaben der Gerätewarte und ihrer Stellvertreter. Sie kümmern sich zudem um Prüftermine, kleine Reparaturen, die sachgerechte Lagerung der Materialien und die Überwachung der Einsatzmittelreserven.

„Im Prinzip sind wir dafür zuständig, dass auf den Fahrzeugen alles vorhanden und einsatzbereit ist, was benötigt werden könnte. Eine Ausnahme bilden die Atemschutzgeräte, für die es eigene Warte gibt“, berichtet Arne Metzing, der das Amt in Dötlingen ausübt. Unterstützung erhält er von seinem Stellvertreter Marvin Leutloff. In Neerstedt zeichnen Thorsten Falk sowie Patrick Jordt für die Aufgabe verantwortlich, in Brettorf sind es Andreas Reese und Thomas Köhler. Alle verfügen mindestens über die Truppführer- sowie Maschinisten-Ausbildung und haben zur Vorbereitung auf ihren Posten einen Lehrgang bei der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle absolviert.

Als Gerätewarte tragen Metzing und Leutloff sowie ihre Pendants in Brettorf und Neerstedt eine besondere Verantwortung. Kaum etwas wäre misslicher, als wenn beim Einsatz etwas fehlt oder nicht funktionstüchtig wäre. Regelmäßig kontrollieren sie deshalb die Gerätschaften, schauen ob alles am richtigen Platz ist, prüfen Kraftstoffstände, beheben Mängel, kümmern sich um kleine Umbauten und tauschen Defektes, beispielsweise einen Benzinkanister, aus. Muss ein Fahrzeug zur Reparatur oder zum TÜV, vereinbaren die Gerätewarte Termine bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale. Auch die Reinigung verschmutzter Schläuche organisieren sie. „Natürlich wird alles genau dokumentiert“, sagen Metzing und Leutloff, die deshalb nicht nur in der Werkstatt, sondern häufig auch vor dem Computer zu finden sind.

Die Nummerierung beziehungsweise Beschriftung der Geräte ergibt besonders auch bei Einsätzen, an denen mehrere Feuerwehren beteiligt sind, einen Sinn. „Ein gutes Beispiel ist der Brand beim Hotel Gut Altona vor rund zwei Jahren mit zwölf involvierten Wehren“, erzählt Pressewart Jannis Wilgen. „Durch regelmäßige Ablösungen kann sich eine Axt oder ähnliches doch schnell mal auf das falsche Fahrzeug verirren.“ Meistens tauche der vermisste Gegenstand wieder auf. Ansonsten sorgen die Gerätewarte für Ersatz.

Damit nicht nur auf den Fahrzeugen Ordnung und Sauberkeit herrschen, organisieren die Gerätewarte auch Arbeitsdienste. „Das reicht vom Heckeschneiden bis zur Grundreinigung“, erzählen Metzing und Leutloff. Einmal im Jahr steht zudem eine Inventur an. „Das läuft ähnlich wie im Supermarkt“, sagt Metzing. Dann wird alles aus den Fahrzeugen herausgeräumt, geprüft und anschließend wieder eingeräumt. Ähnlich viel Arbeit beschert den Gerätewarten nur ein neues Fahrzeug. „Als das LF 20 kam, haben wir ein paar Abende damit verbracht, die Ausstattung in die Inventarliste einzupflegen“, erinnern sie sich.

Serie „Unsere Feuerwehr“

„Retten, löschen, bergen, schützen“ lautet das Motto der Feuerwehr. Die Zeiten, in denen sie nur Brände bekämpfte, sind längst vorbei. Mittlerweile decken die Männer und Frauen, von denen in der Gemeinde Dötlingen rund 150 im aktiven Dienst sind, ein breites Spektrum an Aufgaben ab. Rund um die Uhr sind die Ehrenamtlichen der drei Ortswehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt zur Stelle, wenn im Notfall Hilfe benötigt wird. Daneben engagieren sich rund 100 weitere Mitglieder in der Kinder- und Jugendfeuerwehr, der Brettorfer Feuerwehrkapelle sowie den Altersabteilungen. Der demografische Wandel und ein veränderter Arbeitsmarkt stellen die Feuerwehren heutzutage insbesondere personell vor einige Herausforderungen. Weitere aktive Mitglieder sind vor diesem Hintergrund immer willkommen. Was sie bei den drei Dötlinger Ortswehren erwartet, stellt die Wildeshauser Zeitung in einer Serie vor. Die Artikel befassen sich mit den vielfältigen Arbeitsbereichen, lassen die Einsatzkräfte zu Wort kommen und beleuchten Themen wie die Ausstattung und Ausbildung.

www.feuerwehr-doetlingen.de

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