Erfolg für Klattenhoferin

Nachwuchs-Pferdewirtin erhält Stipendium

Lea Sophie Holtmann ist mit Pferden aufgewachsen. Susi, ihre fünfjährige Oldenburger Stute, reitet die Klattenhoferin in ihrer Freizeit.
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Lea Sophie Holtmann ist mit Pferden aufgewachsen. Susi, ihre fünfjährige Oldenburger Stute, reitet die Klattenhoferin in ihrer Freizeit.

Als Jahrgangsbeste hat Lea Sophie Holtmann ihre Ausbildung zur Pferdewirtin abgeschlossen. Das war vor knapp zwei Jahren. Nun baut die Klattenhoferin darauf auf: Sie hat ein Weiterbildungsstipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erhalten und will damit einen Meisterkurs finanzieren.

Klattenhof – Auch bei diesem Wetter – windig-kalt, der Boden noch matschig vom Regen, einige Grad über null – arbeitet Lea Sophie Holtmann vor allem draußen. Die 23-Jährige ist Pferdewirtin. Ihren Beruf übt sie auf dem Hof Kleemeyer in Weyhe aus, auf dem sie auch ihre Ausbildung absolviert hat. Nach Feierabend ist die junge Frau ebenfalls von Pferden umgeben, auf dem elterlichen Betrieb in Klattenhof.

Für die 23-Jährige ist klar, dass die Arbeit mit den Tieren ihre Zukunft sein soll: Gerade hat sie ein Stipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für ihre ausgezeichneten Leistungen in der Ausbildung erhalten und will dieses für einen Meisterkurs nutzen. Mitte 2019 hatte sie als beste Pferdewirtin Niedersachsens mit der Note 1,47 abgeschlossen und sich im vergangenen Jahr um die Förderung beworben.

Wenn Holtmann erzählt, dass sie mit Pferden aufgewachsen ist, klingt das weniger nach Kleinmädchenromantik als nach viel Erfahrung. Denn auch wenn sie mit 23 Jahren noch ziemlich jung ist, um bereits an die nächste Karrierestufe zu denken, wirkt die Klattenhoferin entschieden in ihren Plänen. Im Anschluss an den Meisterkurs will sie Agrarwissenschaften studieren. „Und man hat natürlich auch den eigenen Betrieb im Hinterkopf“, sagt Holtmann. Damit meint sie den Hof Osterloh, den ihre Eltern betreiben, und auf dem der Großvater mit der Pferdezucht begann.

Die Zucht ist für die junge Pferdewirtin besonders spannend

Die ist für die 23-Jährige ein besonders interessanter Bereich. Herauszufinden, welcher Hengst und welche Stute gut zueinander passen, die Spannung, bis das Fohlen da ist, und dann die Betreuung des Jungtiers inklusive der Ausbildung für den Sport – all das sind Momente, die Holtmann gern begleitet. Sie pflegt auch diese Leidenschaft mit Erfolg: 2019 wurde sie Deutsche Meisterin der Jungzüchter in der Freilauf- und Freisprungbeurteilung.

Im vergangenen Jahr sei der Wettbewerb ausgefallen, auch für 2021 sei er aufgrund der Corona-Pandemie bereits abgesagt, erklärt die Klattenhoferin. Doch möglicherweise gebe es für sie die Chance, an der diesjährigen Weltmeisterschaft teilzunehmen.

In der Weiterbildung stehen noch andere Bereiche auf dem Programm: Neben Pferdezucht, -haltung und -einsatz wird Holtmann etwas über Betriebs- und Mitarbeiterführung lernen. Nach ihrem Abschluss darf sie auch ausbilden. Um möglichst viele Aspekte ihres Berufs möglichst früh kennenzulernen, hatte die 23-Jährige sich 2017 bewusst für den Weyher Ausbildungsbetrieb entschieden. Dort gibt es sowohl einen Zucht- als auch einen Ausbildungsstall, zusätzlich werden Pensionspferde betreut.

Den Meisterkurs macht die Klattenhoferin berufsbegleitend

Auch während des Meisterkurses, der berufsbegleitend konzipiert ist, wird sie auf dem Hof Kleemeyer arbeiten. Ab November 2021 beginnen die Lehrgänge mit verschiedenen Dozenten und an verschiedenen Orten in Niedersachsen. Ihren Abschluss hat die Klattenhoferin, wenn alles läuft wie geplant, im Juni 2023 in der Tasche.

Eine 40-Stunden-Woche mit Diensten auch samstags und sonntags, viel draußen sein und immer das Wohl der Tiere im Blick haben: Das ist die Zukunft, die Holtmann für sich gewählt hat. Und damit scheint die junge Frau sehr zufrieden zu sein.

Das Förderprogramm

Das Weiterbildungsstipendium der Landwirtschaftskammer Niedersachsen richtet sich an Absolventinnen „grüner Berufe“ oder der Hauswirtschaft, die ihre Ausbildung mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen oder einen Berufswettbewerb gewonnen haben.

Das Förderprogramm stattet die jungen Leute mit je 8100 Euro aus, mit denen Weiterbildungsmaßnahmen finanziert werden können, erläutert die Kammer. In diesem Jahr haben 33 Frauen und Männer aus Niedersachsen die Förderung erhalten.

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