55 Kinder erleben aufregende Tage im Hasen-Ahlers-Zeltlager

Gute Stimmung trotz Regen und Matsch

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Mit gespendetem Schreddergut sorgen die Betreuer für matschfreie Zonen zwischen Zeltplatz und Scheune.

Feldhake - Von Tanja Schneider. Regen von oben, Matsch von unten und ein paar gestrichene Outdoor-Aktionen – das Wetter spielt den Freunden des am Montag eröffneten Hasen-Ahlers-Zeltlagers derzeit übel mit. Wer nun aber denkt, dass in dem Zeltdorf in Feldhake schlechte Stimmung herrscht, der irrt. Zumindest der Nachwuchs nimmt‘s gelassen. Statt Flipflops kommen halt Gummistiefel an die Füße. „Und die Zelte sind ja noch trocken“, berichten die Kinder. Die Betreuer haben derweil alle Hände voll zu tun. Sie planen Aktivitäten um und errichten mit Holzbrettern Wege über verschlammte Stellen.

„Schöner wäre natürlich Sonnenschein. Aber wir hatten schon schlimmeres Wetter“, erinnert sich Heike Schwan an Zeltlager, bei denen mit Schneeschiebern Wasser aus der Scheune geschippt wurde. Momentan ist sie trocken – ebenso wie der durch Bäume geschützte Zeltplatz. Dem Matsch rund um das Lagerfeuer sagten die Betreuer gestern mit Schreddergut den Kampf an. „Karl-Heinz Alzog hat es netterweise gesponsert“, so Schwan. Seine Frau Linda managt in der Zwischenzeit die Lagerküche. Neben den 20 Helfer wollen 55 Kinder verköstigt werden. Obst und Gemüse stehen ständig bereit. Als warme Mahlzeiten kommen Leberkäse, Nudeln oder auch Burger auf den Tisch.

Täglich um 8.30 Uhr werden die Fünf- bis 13-Jährigen, die zum größten Teil aus der Gemeinde Dötlingen stammen, geweckt. „Dann steht der Frühsport an – niemand kann sich drücken“, meint Schwan. Kein Wunder, dass beim anschließenden Frühstück alle kräftig zulangen. 150 bis 200 Brötchen verputzen Nachwuchs und Betreuer jeden Morgen. Beim Abwasch müssen die Mädchen und Jungen mit anpacken. Auch vom Toilettendienst bleiben sie nicht verschont.

Anders als in den Vorjahren sind diesmal vergleichsweise wenige „Wiederholungstäter“ dabei. „Mehr als die Hälfte der Teilnehmer feiert seine Hasen-Ahlers-Premiere“, weiß Schwan. Viele der Kinder haben sich in den Gruppenzelten einquartiert. Der Rest nächtigt in den eigenen. „Aufgrund des Regens haben wir gleich nach dem Aufbau nachgerüstet“, berichtet Schwan. So kamen über die Pop-Up-Zelte noch zusätzliche Planen. „Sonst wären sie heute schon feucht.“

Zum Auftakt des Zeltlagers, das unter dem Motto „Natur pur“ steht, gab es am Montagabend das traditionelle Chaosspiel, das wegen des Wetters allerdings abgebrochen werden musste. Auch der vorgesehene Bau von kleinen Buden fällt wohl ins Wasser, und die Nachtwanderung wird durch das Scheunenkino ersetzt. „Die Schnitzeljagd wollen wir hingegen durchziehen“, sagt Schwan. Ziel ist die Imkerei von Götz Neuber, der ebenfalls schon zu den alten Zeltlager-Hasen gehört und den Nachwuchs Jahr für Jahr mit Anekdoten und Wissenswertem „füttert“.

Ansonsten stehen viele Spiele und Bastelaktionen auf dem Programm. Gestern sorgte ein Naturmemory für Abwechslung. In den kommenden Tagen wollen die Kinder für das kleine Abschlussfest am Freitag Fühlkisten, Riechgläser und einen Naturparcours gestalten. Die Eltern und Geschwister können dann ihre Sinne testen. „Zudem gibt es ein gemeinsames Mittagessen und eine Tombola“, informiert Schwan.

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