Aktion der Naju-Gruppe stößt auf Interesse

28 Kinder erkunden den Dötlinger Huntepadd

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Besser könnten die Aktionen der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen-Wildeshausen für den Nachwuchs kaum laufen. Diesmal erkundeten 28 Mädchen und Jungen mit dem Wildnispädagogen Volker Wessels das Huntetal.

Dötlingen - Mit 18 Kindern war die neue Naju-Gruppe des Naturschutzbundes Dötlingen-Wildeshausen im Oktober an den Start gegangen. Zur zweiten Aktion kamen nun sogar 28 Mädchen und Jungen. Gemeinsam mit dem Wildnispädagogen Volker Wessels sowie den Betreuern Heike Laudes und Tamino Büttner erlebten die Sieben- bis Zwölfjährigen einen spannenden Nachmittag auf dem Dötlinger Huntepadd.

Die zweistündige Wanderung führte durch einen Teil des Urstromtals der Hunte. Wessels erläuterte den wissbegierigen Kindern die Entstehung dieses Flusses durch Schmelzwasser während der letzten Eiszeit. Anschaulich berichtete er, wie sich das Gewässer immer tiefer in den Boden hineingrub bis zur heutigen, mehr als fünf Meter tiefer liegenden Talsohle. Humushaltiger Waldboden sei durch die Abfolge verschiedener Baumarten entstanden. Menschen siedelten sich an und fanden entlang der Hunte rostrote Eisenbrocken. „Ich habe auch einen Eisenklumpen gefunden“, freute sich der achtjährige Elias.

An bestimmten Punkten machte die Gruppe Halt, weil es etwas Besonderes zu entdecken oder zu beobachten gab: So zeigte Wessels dem Nachwuchs einen Gallapfel, aus dem früher schwarze Tinte gemacht wurde, ebenso wie drüsiges Springkraut, dessen Fruchtkapseln man essen kann. „Schmeckt nussig“, meinte Jonas (9). Auch ein kleiner Frosch und eine bewohnte Dachshöhle erregten die Neugierde der Kinder.

Aufmerksam lauschten sie zudem der Warnung, sich auf keinen Fall den vom Sturm umgestürzten Bäumen zu nähern. Diese stünden nämlich unter einer enormen Spannung und könnten plötzlich brechen oder hochschnellen und dabei Menschen ernsthaft verletzen, erläuterte Wessels – und erntete prompt Lob. „Ich finde es gut, dass man hier alles erklärt“, kommentierte die achtjährige Katharina. Während sich Aniana (10) über das „Arbeiten in der Natur“ freute, machte Juno (6) vor allem das Klettern Spaß. Immer wieder durften die Kinder während der Wanderung herumtoben. Bei so viel Bewegung in der frischen Luft schmeckten die von zu Hause mitgebrachten Snacks besonders gut.

Das wird beim kommenden Naju-Treffen am Sonnabend, 16. Dezember, sicherlich ganz ähnlich sein, meinen die Organisatoren. Ort, Uhrzeit und Thema wollen sie demnächst bekannt gegeben. Anmeldungen sind aber bereits bei Tamino Büttner unter der Telefonnummer 0151/56090626 oder per E-Mail an tamino.buettner_nabu@outlook.de möglich.

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