Fünf Gebäude in der Gemeinde Dötlingen erhalten neue Dämmung

Kiloweise Altglas in die Grundschule einblasen

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft zusammen mit Dämmprofi Bertram Delecate (unten rechts). - Foto: Petzold

Neerstedt/Dötlingen - Bis zu 20 Prozent Energie können durch eine Hohlwanddämmung eingespart werden. Als fünftes von fünf Gebäuden der Gemeinde Dötlingen erhielt ein Teil der Grundschule Neerstedt am Montag eine solche Isolationsschicht.

Initiator der Maßnahme ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) Kommunales des Arbeitskreises Energieefizientes Dötlingen. Die Mitglieder der AG machten sich vor Ort ein Bild der Arbeiten.

„Zunächst musste die Hohlschicht in der Gebäudewand durch ein mikroskopisches Auge betrachtet werden“, erläuterte Bauamtsleiter Uwe Kläner. So wurde ausgespäht, ob der Hohlraum groß genug für eine Dämmung ist und sich im Inneren der Wand Nester oder Altlasten befinden. Bei der Grundschule gab es da keine Probleme. Die Dämmprofis konnten anrücken und durch 22 Milimeter kleine Löcher den Füllstoff „einblasen“. Der besteht zu 65 Prozent aus recyceltem Altglas – bis zu 40 Kilogramm davon werden pro Kubikmeter benötigt. Die Männer erledigen eine Arbeit dieser Größenordnung innerhalb eines Tages.

„Ziel ist es, Energie einzusparen und ein Wohlfühlklima zu schaffen“, erläuterte Klimaschutzmanager Lars Gremlowski. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es in gedämmten Räumen auch kuscheliger wird.“ Allerdings wird das Schulgebäude nicht komplett gedämmt. Nur der Teil ohne Betonstützen war geeignet. Der Rest wurde schon von Innen isoliert.

Vor der Schule erhielten bereits vier weitere Gebäude in der Gemeinde eine Dämmung. Darunter das Haus der Vereine in Brettorf und das Dorfgemeinschaftshaus im Dötlinger Ortsteil Grad. Bei drei anderen Häusern ergab eine Prüfung, dass sie nicht für diese Dämmart geeignet sind oder es bis zu 20 Jahre dauern würde, bis sich die Maßnahmen rechneten. Die Gesamtkosten betragen 15 000 Euro und sollen sich durch die Einsparungen innerhalb von drei bis fünf Jahren amortisiert haben.

„Die Großprojekte sind damit für dieses Jahr durch, das hier ist die letzte umfangreichere Aktion“, erklärte Gremlowski. „Die Gemeinde steht damit in Sachen Energieeffizienz gut da.“ - pp

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