Treffen montags im Dötlinger Jugendhaus

Nabu-Jugend: Käsefressende Pflanzen und blaue Frösche

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Sechs kleine Umweltschützer kamen zum zweiten Treffen der Nabu-Jugendgruppe. Mit Naturpädagoge Volker Wessels ging es ins Poggenpohlsmoor.

Dötlingen - Von Phillip Petzold. Kräuter naschen, Vögel beobachten und spielerisch die heimische Natur erkunden – damit will die Kinder- und Jugendgruppe der Nabu-Ortsgruppe Wildeshausen-Dötlingen den Nachwuchs früh an den Umweltschutz heranführen. Am Montag hatte sie ihr zweites Treffen.

„Wir hatten schon Kinder, die haben sich die Taschen mit Sauerklee vollgestopft“, berichtete Natur- und Wildnisführer Volker Wessels, bevor es für die Gruppe ins Poggenpohlsmoor ging. Dort gebe es jede Menge leckere Gewächse, so wie den süß-säuerlich schmeckende Sauerklee, zu entdecken. 

Als Alternative hatte Wessels noch eine Packung Kekse eingepackt. Außerdem ist Deutschlands einzige fleischfressende Pflanzenart, der Sonnentau, im Moor zu finden. „Den kann man auch mit Käse füttern“, erklärte der Pädagoge. In dem Feuchtbiotop hüpfen zur Paarungszeit zudem blau gefärbte Frösche herum.

Weg vom Computer in die Natur

„Die Kinder sollen weg vom Computer, sich mehr für die Natur begeistern und etwas Sinnvolles tun“, umriss Wessels die Ziele der Gruppe, die er betreut. Momentan sind die Treffen montags von 15 bis etwa 17 Uhr angesetzt. Ob das sinnvoll ist, wird sich noch zeigen. Denn laut Wessels haben zu dieser Zeit viele Kinder Training in Sportvereinen. Dennoch hatten sich sechs kleine Naturfreunde ins Dötlinger Jugendhaus aufgemacht. 

Darunter auch Veteranen aus der Wildnisgruppe, die das Angebot des Nabu in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche ablöst. „Manchmal gehe ich mit dem Fernglas nach draußen und beobachte Vögel“, erzählte der neunjährige Kevin. Im Garten hinter dem Jugendhaus hatte er eine Blaumeise entdeckt. Er will fortan jede Woche kommen. 

Sträucher nach Vögeln abgesucht

Auch die anderen Kinder suchten die Sträucher und Bäume ab, in der Hoffnung einen der Vögel zu entdecken, die auf den Nabu-Faltblättchen abgebildet waren. Zwischendurch naschten sie vom frisch gepfückten Löwenzahn. „Ich finde es hier toll“, meinte der zehnjährige Florian. „Kräuter essen macht Spaß.“

Erdbeeren, Pilze, Frühlingskräuter – bei jedem Treffen sollen die jungen Umweltschützer ein bestimmtes Thema behandeln, angelehnt daran, was gerade Saison hat. Verhindern Nässe und Kälte Ausflüge in die Natur, gibt es eine Alternative: „Für Schietwetter haben wir eine Werkstatt“, so Wessels. Dort können die Kinder unter anderem Nistkästen bauen oder basteln.

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