SPD setzt mit Kandidatenliste Zeichen 

Junge Menschen und Frauen nach vorne

Die SPD-Kandidaten für den Dötlinger Gemeinderat: Günter Graf, Sören Güldner, Insa Huck, Thore Güldner, Hans-Dieter Posch, Ute Ziemann, Ralf Metzing und Rudi Zingler (v.l.). - Foto: Nosthoff

Dötlingen - „Wir wollen nicht immer nur davon reden, dass junge Leute und Frauen unsere Räte verstärken sollten. Mit unserer Liste für die Kommunalwahlen im September haben wir in dieser Richtung auch ein deutliches Zeichen gesetzt“, erklärte Harri Brendler von der Dötlinger SPD am Montagabend während der Versammlung im Landhotel. Dort stimmten die Mitglieder des SPD-Ortsverbands über die Kandidaten ab, die am 11. September ins Rennen um die Gemeinderatsplätze gehen.

Insgesamt acht Kandidaten treten für die SPD an. „Die Liste ist nun geschlossen“, erklärte der Vorsitzende Rudi Zingler nach den Abstimmungen, die geheim und einzeln erfolgten. Dabei bewiesen die Sozialdemokraten große Einigkeit: Alle Bewerber wurden auf den entsprechenden Plätzen einstimmig unterstützt.

Insa Huck aus Neerstedt steht nun an der Spitze der SPD-Liste. Ihr folgt Ute Ziemann, die aktuell auch Ratsmitglied ist. Mit Thore Güldner aus Aschenstedt steht ein Juso (Jungsozialist) auf Listenplatz drei. Der Fraktionsvorsitzende Rudi Zingler aus Dötlingen tritt auf Platz vier an. Ihm folgen Ralf Metzing aus Dötlingen und Ratsmitglied Hans-Dieter Posch aus Ostrittrum. Mit Sören Güldner aus Aschenstedt nimmt ein weiterer Juso Listenplatz sieben ein. Auf Rang acht tritt schließlich Günter Graf aus Dötlingen an. Er soll morgen auch als neues Ratsmitglied vereidigt werden. Denn Stefan Bredehöft hatte sein Mandat niedergelegt (wir berichteten). Bredehöft ließ sich für die kommende Wahlperiode ebenso wenig aufstellen wie der Brettorfer Ratsherr Gerrit Meyer.

Ebenfalls stand am Montag das Wahlprogramm auf der Tagesordnung. „Wir sind ganz klar für das interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg“, erklärte Zingler. „Wir wollen ein Zeichen setzen, damit die Verhandlungen mit unseren Partnergemeinden weitergehen können.“ Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Einnahmen durch die Gewerbesteuer seien für die SPD wichtige Argumente.

Weiterhin liege es der Partei am Herzen, das „hohe Niveau“ in Sachen Schulen, Kindergärten und Krippen beizubehalten. „Wir sind in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt, müssen aber Mittel bereitstellen, um diesen Standard zu halten“, so Zingler.

Etwas tun soll sich dagegen in der digitalen Infrastruktur. Die möchte die SPD ausbauen. Das liegt vor allem den Jusos mit Thore Güldner an der Spitze am Herzen. „Die Gemeinde hat bereits die Weichen dafür gestellt, dass die Einladungen und Vorlagen für die Ratssitzungen bald öffentlich zugänglich sind und über das Internet abgerufen werden können. In anderen Gemeinden ist das bereits Standard“, meinte Zingler. Dabei könnten durch die Umgehung des Postweges enorme Verwaltungskosten eingespart werden, ergänzte Gerrit Meyer. Ein großer Vorteil sei außerdem die höhere Transparenz des politischen Geschehens. 

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