Juliane Sasse-Meyer wird ein Besuch in Ostrittrum gut in Erinnerung bleiben

Wenn man plötzlich Zeugin einer Esel-Geburt wird...

+
Der kleine Esel Julius mit Schwester Lisa, Mama Dina und Oma Daisy (v.r.). Papa Flecki musste erst einmal in ein anderes Gehege umzuziehen. Denn er betrachtet den Hengst als Konkurrenz.

Ostrittrum - Von Tanja Schneider. Manchmal sorgt der Zufall für die schönsten Geschichten im Leben – oder zumindest für Erlebnisse, die dauerhaft in Erinnerung bleiben. Bei Juliane Sasse-Meyer ist es ein Ausflug in den Wild- und Freizeitpark Ostrittrum, den sie wohl nie vergessen wird. Denn gerade, als sie am Eselgehege vorbeispazierte, brachte „Dina“ einen jungen Hengst zur Welt. „Das war wirklich toll“, sagt sie.

Gemeinsam mit ihren Bekannten beobachtete Sasse-Meyer das Ereignis. „So eine Eselgeburt erlebt man schließlich nicht alle Tage.“ Bei den Parkbetreibern erkundigte sie sich dann über eine Patenschaft für das Esel-Junge und übernahm diese. „Als Patin durfte sie natürlich den Namen für den Hengst wählen“, informiert Tanja Riesmeier vom Wild- und Freizeitpark. Sie entschied sich für Julius, der mittlerweile schon ganz flott unterwegs ist. „Ihm geht es sehr gut – ebenso wie seiner Mama Dina“, sagt Riesmeier. Die sollte ihr Junges eigentlich schon im August zur Welt bringen, war aber überfällig. Dafür sei die Geburt umso schneller gegangen.

Derzeit genießt Julius die Zeit an der Seite seiner Mutter sowie seiner Schwester Lisa und Oma Daisy, erkundet neugierig das Gehege und wundert sich, warum die drei Esel-Damen so heiß auf Äpfel sind. „Die mag er nämlich noch nicht“, verrät Riesmeier. Vater Flecki musste hingegen in ein anderes Gehege umziehen. „Da Julius ein Hengst ist, sieht er ihn als Konkurrenten. Da mussten wir schnell handeln“, berichtet die Ostrittrumerin, die sich freut, mit Sasse-Meyer eine weitere Tier-Patin begrüßen zu können. Die entsprechende Urkunde hängt bereits am „Patenhaus“ am Parkeingang.

Esel und Pferde gehören laut Riesmeier zu den beliebtesten Patenkindern. Aber auch Ziegen, Schneeeulen und Feldhasen haben anscheinend ihre Fans. „Die Paten kommen dabei nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus Oldenburg oder Bremen. Für sie ist ihr Schützling ein guter Grund für einen Ausflug“, weiß Riesmeier, die übrigens noch für ein paar Tiere Paten sucht. So sind vor kurzem drei Otter in den Park eingezogen.

Derzeit gibt es rund 15 Einzelpersonen und Familien, die eine Patenschaft übernommen haben. Während die einen ein bestimmtes Tier im Wild- und Freizeitpark Ostrittrum unterstützen, kommen die Beiträge anderer einem ganzen Gehege zugute. Pate werden kann generell jeder. Der Betrag richtet sich nach dem Tier. So ist er zum Beispiel für Huftiere etwas höher, weil dort auch größere Kosten, unter anderem für den Hufschmied, entstehen. Ab 100 Euro gibt es aber noch eine Saisonkarte dazu, sodass die Paten ihre „Schützlinge“ jederzeit besuchen können. Die Patenschaft läuft nach einem Jahr automatisch aus, kann auf Wunsch aber verlängert werden. Die Namen, die die Paten den Tieren geben, bleiben ein Leben lang. Weitere Infos und eine Liste mit den Tieren, für die Patenschaften vergeben werden, finden Interessierte im Internet.

www.freizeitpark-ostrittrum.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Chris Froome gewinnt zum vierten Mal die Tour de France

Chris Froome gewinnt zum vierten Mal die Tour de France

US-Golfstar Jordan Spieth gewinnt 146. British Open

US-Golfstar Jordan Spieth gewinnt 146. British Open

Green Circus auf dem Deichbrand Festival 2017

Green Circus auf dem Deichbrand Festival 2017

Holtebütteler Plattsnackers spielen „Chaos in’t Bestattungshuus“ 

Holtebütteler Plattsnackers spielen „Chaos in’t Bestattungshuus“ 

Meistgelesene Artikel

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

18-Jähriger im Alfsee bei Bramsche ertrunken

„Schekhan-Markt“ eröffnet neuen Verkaufsraum mit breiterem Angebot

„Schekhan-Markt“ eröffnet neuen Verkaufsraum mit breiterem Angebot

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

Kommentare