Vor 31 Jahren gewannen die Sportschützen zum ersten Mal Silber / Am 27. August geht es zur deutschen Meisterschaft nach München

SV Altona auf dem Weg zur 100. Medaille

+
Die aktuelle Mannschaft: Frank Schach, Bernd Kurmann, Thorsten Hapke, Daniel Krämer, Gernot Nienkerk, Dirk Thale, Michael Augustin, Reinhold Stöver, Hans-Ludwig Hapke (obere Reihe, v.l.), Burkhard Hackmann, Ingo Augustin, Eike Stöver, Erik Hanken, Uwe Funke, Manfred Müller, Hermann Revermann (v.l.).

Altona - Der SV Altona fiebert schon dem 27. August entgegen. Denn dann treten die Mitglieder wieder bei den Deutschen Meisterschaften der Sportschützen in München / Hochbrück in den Wurfscheibendisziplinen Skeet, Trap und Doppeltrap an. Dieses Jahr ist dennoch etwas ganz Besonderes, denn durch nur einen Medaillengewinn würde die 100er-Marke für den SV Altona geknackt. „Sollte uns dieser Erfolg in München gelingen, werden uns die Bayern kennenlernen! Dann stechen wir das Fass an!“, sagt Eike Stöver vom SV Altona lachend.

36 Gold-, 31 Silber- und 32 Bronzemedaillen – das ist die bisherige Siegerbilanz der Alonaer Schützen. Zudem stellten sie sechs deutsche Rekorde auf.

Zur Geschichte: 1984 erzielte der Verein erstmals mit den Schützen Reinhold Stöver, Hermann Schröder und Dr. Jörg Tauschke in der Skeet-Altersklasse die Silbermedaille, Stöver zudem noch Silber in der Einzelwertung.

Ab dann nahm eine erfolgreiche und – für einen Verein dieser größe – bemerkenswerte Entwicklung ihren Lauf. Ohne ein Leistungszentrum oder professionelle Trainer wurde das Wurfscheibenschießen in Altona weiterentwickelt.

1990 gab es einen weiteren Wendepunkt: Die deutsche Wiedervereinigung. Eike Stöver, schon damals in der Juniorennationalmannschaft, erinnert sich: „Damals kam eine große Menge von professionellen Wurfscheibenschützen aus den neuen Bundesländern. Gernot Nienkerk, Erik Hanken und ich waren im Juniorenkader und echte Freunde – jedoch Einzelkämpfer in unserer Klasse für unterschiedliche Vereine. Uns war schnell klar, dass wir, wenn wir weiterhin Erfolg haben wollen, gemeinsam in einer Mannschaft starten müssen. Schließlich waren wir schon im Kader ein gutes Team“, erinnert sich Eike Stöver.

Nach kurzer Diskussion stand fest: Sie starten für den SV Altona. Zwei Jahre später traten Thorsten Hapke und sein Vater Hans-Ludwig Hapke, die bis dahin vornehmlich jagdlich geschossen hatten, dem Verein bei.

Zu den Schützen kamen weitere aus dem sportlichen und jagdlichen Schießen hinzu, sodass bis heute drei komplette Schützenklassen- und eine Altersklassenmannschaft für den SV Altona bei deutschen Meisterschaften starten – so viel wie bei keinem anderen Verein in Deutschland.

Grundlage war und ist immer das sportliche Ergebnis bei der Bewertung der Mannschaften. Die besten drei Schützen starten in Mannschaft 1, Platz vier bis sechs in Mannschaft 2 und so weiter. Erfolge werden gemeinsam gefeiert, zählen jedoch nicht für die Zukunft, denn in jedem Sportjahr wird die Bewertung auf null zurückgesetzt. „Hier liegt ein Hauptgrund für den langen Erfolgsweg des Vereins: Jeder muss sich immer wieder ins Zeug legen, um erfolgreich zu sein. Neid untereinander gibt es nicht. Wir gewinnen und verlieren zusammen“, erklärt Thorsten Hapke. „Auch die neben dem Sport von allen geteilte Passion zur Jagd verbindet uns Schützen enorm. Ist die Saison vorbei, sehen wir uns im Winter in Gummistiefeln und Grün wieder“, so Erik Hanken.

Neben den nationalen Meisterschaften konnten auch internationale Erfolge verbucht werden. Zwei Gold- und eine Bronzemedaille auf Europameisterschaften, eine Gold-, eine Silber- und drei Bronzemedaillen auf Weltcups sowie eine Bronzemedaille auf Weltmeisterschaften errangen die damaligen Altonaer Nationalkaderschützen Thorsten Hapke und Eike Stöver. Auch Frank Schach war Mitglied der Nationalmannschaft, Burkhard Hackmann aus Emstek könnte der Sprung in den Kader aufgrund seiner starken Leistungen bald gelingen.

Zu den Medaillengewinnern (Einzel und Mannschaft) des SV Altona auf Deutschen Meisterschaften zählen: Hans-Ludwig Hapke (31), Reinhold Stöver (16), Manfred Müller (16), Uwe Funke (14), Hermann Revermann (10), Dr. Tauschke (3), Hermann Schröder (1), Michael Loyko (1), Henning Kruse Senior (1), Thorsten Hapke (22), Eike Stöver (20), Gernot Nienkerk (14), Michael Augustin (9), Erik Hanken (8), Daniel Krämer (7), Frank Schach (6), Burkhard Hackmann (5), Dirk Thale (3), Henning Kruse Junior (2), Ingo Augustin (1) und Johannes Schnabel (1).

Altersbedingt findet zurzeit erneut ein Generationswechsel statt. Ein Großteil ist in den nächsten drei Jahren auf dem Sprung in die Altersklasse, aber mit Burkhard Hackmann, Frank Schach, Bernd Kurmann und Dirk Thale wird der Verein auch zukünftig in der Skeet-Schützenklasse eine gute Mannschaft an den Start bekommen.

fio

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Deutsche Soldaten sterben bei Hubschrauberabsturz in Mali

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Mittwoch

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Hochwasser-Einsatz der Verdener Feuerwehren

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Vorsicht: Hier lauern im Haushalt die meisten Keime

Meistgelesene Artikel

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

Landwirtschaftliche Zugmaschinen stoßen in Bühren zusammen

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

ALS-Patient auf Abschiedstour: Wenn eine Diagnose alles verändert

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

Unfall bei Unwetter: Auto überschlägt sich mehrfach

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

„Genuss am Fluss“ steht „auf drei guten Säulen“

Kommentare